Private Krankenzusatzversicherung abschließen

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen werden seit Jahren kontinuierlich eingeschränkt. Zuzahlungen für Medikamente, steigende Beiträge und Anpassungen der Selbstbeteiligung beim Arztbesuch belasten das Budget zahlreicher gesetzlich Versicherter. Die Versorgungslücke wird aus diesem Grund Jahr für Jahr größer.

Die Lücke können Sie mit einer privaten Krankenzusatzversicherung schließen, die für unterschiedliche Bereiche angeboten wird und zahlreiche Leistungen abdeckt. Welche Art der Zusatzversicherung für Sie infrage kommt, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab. Es gibt Zusatzversicherungen für Zahnersatz, für Brillen, für den Krankenhausaufenthalt und für naturheilkundliche Behandlungsmethoden. Wir stellen Ihnen die wichtigsten privaten Krankenzusatzversicherungen vor.

Zahnzusatzversicherung

Die Kosten für Zahnersatz steigen von Jahr zu Jahr und die gesetzlichen Krankenkassen fahren die Leistungen permanent zurück. Erstattet wird in der Gegenwart nur noch ein Festzuschuss mit einem Bonus von höchstens 30 %. Diese Erstattung reicht gerade einmal für die Versorgung mit Standardmaterialien aus. Mit einer privaten Zahnzusatzversicherung gehen Sie im Ernstfall hohen Kosten für den Eigenanteil aus dem Weg. Bis zu 100 % Kostenübernahme für den Zahnersatz bieten einige Versicherer an. Bei Implantaten und Inlays werden die Kosten nach einer bestimmten Staffelung übernommen.

Krankenhauszusatzversicherung

Ein Krankenhausaufenthalt lässt sich manchmal nicht vermeiden, wenn eine schwerwiegende Erkrankung vorliegt. Mit einer privaten Krankenhauszusatzversicherung sind Sie in der Klinik auf der sicheren Seite und genießen je nach gewähltem Leistungsspektrum eine Behandlung wie ein Privatpatient. Wahlweise können Sie sich für eine Chefarztbehandlung und für die Unterbringung in einem Einbettzimmer entscheiden. Die meisten Versicherer bieten mehrere Tarifoptionen an, die sich hinsichtlich der Leistungen und der Versicherungsprämie unterscheiden.

Ambulante Zusatzversicherung

Mit einer privaten ambulanten Zusatzversicherung werden Sie beim Arzt wie ein Privatpatient behandelt. Der Versicherungsschutz erstreckt sich bei den meisten Versicherern auf die Behandlung beim Heilpraktiker, auf den Kauf von Sehhilfen oder Hörgeräte sowie auf die Zuzahlung für Medikamente und Arzneimittel. Die ambulante Zusatzversicherung können Sie mit oder ohne Selbstbeteiligung abschließen. Mit Selbstbeteiligung springt Ihnen die private Zusatzversicherung erst dann finanziell zur Seite, wenn die Kosten den Selbstbehalt überschreiten. In Abhängigkeit vom Leistungspaket sind Impfungen vor Auslandsreisen, die Behandlung im Ausland und Zahnersatz in der ambulanten Zusatzversicherung eingeschlossen.

Krankentagegeldversicherung

Eine langwierige Krankheit ist nicht selten mit einem Verdienstausfall verbunden. Sobald der festgelegte Zeitraum zur Lohnfortzahlung überschritten ist, erhalten Sie nur noch einen Bruchteil des monatlichen Einkommens ausgezahlt. Um dieser finanziellen Mehrbelastung aus dem Wege zu gehen, lohnt sich der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung. Wie bei den meisten anderen privaten Krankenzusatzversicherungen stehen Ihnen auch bei dieser Form der Absicherung mehrere Optionen zur Auswahl. Bei einigen Versicherern können Sie die Höhe des täglichen Krankentagegeldes selbst festlegen. In Abhängigkeit vom gewünschten Tarif wird die monatliche Versicherungsprämie entsprechend angepasst.

Krankenzusatzversicherung für Hörgeräte

Die Krankenzusatzversicherung für Hörgeräte schützt die Versicherungsnehmer vor den Kosten, die durch die Anschaffung kostspieliger Geräte bei einem Nachlassen oder Verlust des Gehörs entstehen. Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen Hörgeräte mit einem Sockelbetrag, der nur einen Bruchteil der Kosten abdeckt. Diese ambulante Zusatzversicherung wird ausschließlich in Kombination mit anderen Hilfsmittelversicherungen angeboten. Im Paket enthalten sind häufig eine Krankenzusatzversicherung für Sehhilfen wie Brillen und Kontaktlinsen sowie für orthopädische Hilfsmittel. Der Grund für die Paketlösung liegt in der Kostenstreuung. Günstige Beiträge können die privaten Krankenkassen nur anbieten, wenn das Kostenrisiko auf mehrere Bereiche verteilt wird.

Krankenzusatzversicherung für Medikamente

Gesetzlich Versicherte müssen für Medikamente feststehende Zuzahlungen leisten. Insbesondere Personen mit chronischen Erkrankungen, die dauerhaft auf die Einnahme bestimmter Arzneimittel angewiesen sind, sehen sich mit hohen Kosten konfrontiert. Gleiches gilt für gesetzlich Versicherte, die nach einer schwerwiegenden Erkrankung noch über einen langen Zeitraum Medikamente einnehmen müssen. Mit einer Krankenzusatzversicherung für Medikamente umgehen Sie diesen Kostenfaktor, denn die Versicherung übernimmt den Eigenanteil in einer Höhe von bis zu 100 %. Diese ambulante Zusatzversicherung wird in der Regel als Paketlösung angeboten. Im Versicherungsschutz enthalten ist häufig die 100-prozentige Erstattung von Eigenmitteln für Bäder, Massagen und Heilmittel sowie anteilig für Zahnersatz, Sehhilfen und Heilpraktikerbehandlungen.

Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen

Der Abschluss einer Krankenzusatzversicherung setzt das Ausfüllen eines Fragebogens voraus, auf dem wahrheitsgemäße Angaben zum aktuellen Gesundheitszustand und zu Vorerkrankungen gemacht werden müssen. Wer keine Gesundheitsprüfung über sich ergehen lassen will, muss entweder höhere Beiträge in Kauf nehmen oder der Versicherer lehnt den Antrag ab. Nur wenige Leistungen werden durch eine Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen abgedeckt. Dazu gehören eine Krankenhaustagegeldversicherung, eine Krankenhausversicherung, die sich auf die Unterbringung im Einbettzimmer bezieht und eine Pflegetagegeldversicherung. Einige Anbieter haben auch eine Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen im Portfolio, die eine anteilige Erstattung der Kosten für Zahnersatz, Inlays und Implantate einschließt.

Zahnvorsorgeversicherung

Nicht nur beim Zahnersatz, auch bei der Zahnbehandlung reichen die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel nicht aus, um die Kosten in voller Höhe abzudecken. Aus diesem Grund ist eine private Zahnvorsorgeversicherung eine sinnvolle Investition in die Zukunft. Die meisten Anbieter erstatten einen festen jährlichen Betrag für die Zahnprophylaxe, der eine Zahnsteinentfernung und eine professionelle Zahnreinigung einschließt. Darüber hinaus werden die Kosten für bestimmte Füllungen übernommen, nachdem die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse angerechnet wurden.

Talanx – das drittgrößte Versicherungsunternehmen Deutschlands

Die Talanx AG ist gemessen an den Beitragseinnahmen der drittgrößte Versicherungskonzern in Deutschland. Das Unternehmen gehört zu den elf größten Versicherern in Europa und beschäftigt weltweit mehr als 21.000 Mitarbeiter. Talanx ist in mehr als 150 Ländern weltweit aktiv und besteht aus mehreren Marken, die verschiedene Geschäftsfelder bearbeiten. Seit 2012 ist die Talanx AG im deutschen Nebenwerteindex MDAX gelistet und die Aktien werden an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.

Die Geschichte der Talanx AG

Mit dem Haftpflichtverband der deutschen Eisen- und Stahlindustrie als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit wurde im Jahr 1903 ein Vorläufer des heutigen Versicherungskonzerns gegründet. In der Gründungsphase war es ausschließlich Unternehmen aus diesen Branchen vorbehalten, sich dort zu versichern. Die HDI Versicherungen gehören noch heute zur Konzernstruktur und werden unter der Bezeichnung HDI Beteiligungs-AG geführt. Im Jahr 1998 erfolgte die Umbenennung in Talanx, um Verwechslungen mit der Marke HDI zu vermeiden. Im Jahr 2005 wurde die Gerling-Gruppe von der Talanx übernommen und in den Konzern integriert. 2011 wurde der Gerlingkonzern zur Talanx Asset Management GmbH umfirmiert, die sich in erster Linie auf die Vermögens- und Immobilienverwaltung konzentriert.

Unternehmensstruktur der Talanx AG

Eigentümer der Talanx AG ist im Wesentlichen der HDI-Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Das Versicherungsgeschäft wird von Tochterunternehmen betrieben. Mit der Hannover Rückversicherungsgesellschaft gehört einer der weltweit größten Rückversicherer zum Unternehmen. Das Beitragsvolumen liegt bei rund 14 Milliarden Euro und die Hannover Rück unterhält Niederlassungen auf allen fünf Kontinenten.

Die HDI Versicherungen sind für den Vertrieb von Versicherungen im Privat- und Geschäftskundenbereich zuständig. Zum Portfolio gehören Lebensversicherungen, Unfallversicherungen, Schadensversicherungen und Krankenversicherungen. Darüber hinaus werden Rechtsschutzversicherungen, Kfz Versicherungen und Fondprodukte angeboten. Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG ist im Bereich Industrieversicherungen tätig. Mit der Übernahme des Versicherungsgeschäftes der Postbank im Jahr 2007 wurde die Talanx AG zu einem der führenden Anbieter von Lebensversicherungen in Deutschland. Zum Konzern gehört darüber hinaus die Sparte Targo Versicherungen. Dabei handelt es sich um ein gemeinschaftliches Projekt mit der Targobank.

Beteiligungen der Talanx AG

Die Übernahme des Versicherungsgeschäftes der Postbank im Jahr 2007 machte Talanx zu einem der führenden Anbieter im Bereich Erstversicherungen in Deutschland. Gemeinsam mit der BHW Lebensversicherung und der BHW Pensionskasse wurde die Versicherungssparte der Postbank in die ProACTIV Holding AG integriert. Eine knapp 10-prozentige Beteiligung besitzt die Talanx am Finanzdienstleister MLP. Auf dem indischen Markt versucht der Versicherungskonzern durch ein Joint Venture mit dem Finanzkonzern Magma Fincorp Limited Fuß zu fassen.

Zu Beginn des Jahres 2011 wurde der niederländische Sachversicherer Nassau Verzekering Maatschappij N.V. übernommen. Das Unternehmen hat sich auf ausgewählte Sparten wie Berufshaftpflichtversicherungen und Vermögensschadenhaftpflicht spezialisiert. Die Produkte werden mehrheitlich an kleinere und mittlere Unternehmen vertrieben. Im Jahr 2012 erfolgt die Übernahme des polnischen Versicherungsunternehmens TuiR Warta S.A., das sich auf die Versicherung in der Seefahrts- und Luftbranche spezialisiert hat. Im Japan unterhält die Talanx AG eine strategische Kooperation mit der Meiji Yasuda Life Insurance Company.

PKV vor dem Ende?

Regelmäßig fordert die Bundestagsfraktion Die Linke die Abschaffung der privaten Krankenversicherung in Deutschland. Im Februar 2015 unternahm die Partei den jüngsten Vorstoß in diese Richtung mit dem Einbringen eines Antrags zur Abschaffung der PKV. Kritisiert wurde die ungleiche Versorgung der Versicherten durch die Existenz zweier Versicherungssysteme. Tatsächlich müssen Privatversicherte in der Regel nicht so lang auf einen Termin beim Facharzt warten und profitieren darüber hinaus von einem höheren Leistungsumfang. Nach Vorstellungen der Fraktion Die Linke sollten sich die privaten Krankenkassen auf das Anbieten von Zusatzversicherungen beschränken, mit denen jeder Verbraucher das persönliche Leistungsspektrum individuell anpassen könne. Am 3. Juli 2015 entschied der Bundestag mit den Stimmen der Großen Koalition, dass der Antrag zur Abschaffung der PKV abgelehnt wird. Damit ist die Existenz der privaten Krankenversicherungen mindestens bis zur nächsten Bundestagswahl im Jahr 2017 gesichert.

Unterschiede zwischen PKV und gesetzlichen Krankenkassen

Private und gesetzliche Krankenkassen unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich des angebotenen Leistungsspektrums. Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Art der Beitragsermittlung. Bei der PKV entscheiden das Alter des Versicherten und der Gesundheitszustand über die Höhe der Prämie, während die Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse an das jeweilige Einkommen gekoppelt sind. Aus diesem Grund sehen sich Privatversicherte im Alter häufig mit steigenden Beiträgen konfrontiert. Um die Beitragssteigerungen auf einem moderaten Niveau zu halten, sind die privaten Krankenkassen verpflichtet, Altersrückstellungen für ihre Kunden zu bilden, die die finanzielle Belastung abfedern sollen. Anders als in der GKV sind in der privaten Krankenversicherung Kinder und der nicht berufstätige Ehepartner nicht automatisch mitversichert.

Mindestbeitrag für Selbstständige bei der GKV

Freiberufler und Selbstständige haben die Wahl zwischen einer privaten Krankenvollversicherung und dem freiwilligen Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung. Insbesondere für Jungunternehmer und Existenzgründer bringt der Verbleib in der GKV mehr Nachteile als Vorteile. Die gesetzlichen Krankenkassen unterstellen jedem freiwillig versicherten Selbstständigen Bruttoeinnahmen, die oberhalb der Bemessungsgrenze liegen. Damit werden Freiberufler und Selbstständige automatisch in die höchste Beitragsklasse eingestuft. Frühestens nach Ablauf eines Jahres, wenn anhand des Steuerbescheids das tatsächliche Einkommen nachgewiesen werden kann, ändert sich der Beitragssatz auf Antrag. In der PKV gibt es hingegen keinen Mindestbeitrag für Selbstständige mit geringem Einkommen. Jeder Versicherte beeinflusst durch die Auswahl eines bestimmten Leistungspaketes selbst die Höhe der monatlichen Prämie. Einsparpozenzial ergibt sich beispielsweise durch den Verzicht auf die Chefarztbehandlung oder durch den Verzicht auf ein Einzelzimmer, falls ein Klinikaufenthalt erforderlich sein sollte.

Krankenversicherung wechseln

Der Wechsel einer Krankenversicherung kann unter bestimmten Umständen sinnvoll sein. Mehr Leistungen und niedrigere Beiträge sind die häufigsten Gründe für die Kündigung eines bestehenden Versicherungsvertrages und den Eintritt in eine neue Krankenkasse. Ab 2015 lohnt auch ein Vergleich der gesetzlichen Krankenversicherungen, denn jeder Anbieter darf nach einer Absenkung des allgemeinen Beitragssatzes auf 14,6 Prozent einen Zusatzbeitrag erheben. Mit dieser Regelung kommt es zu einem Wettbewerb unter den gesetzlichen Krankenkassen, von denen die Versicherten profitieren.

Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung

Beim Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu einer privaten Krankenversicherung (PKV) sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Überschreitet bei Angestellten das Bruttoeinkommen die Versicherungspflichtgrenze, ist ein Wechsel jederzeit möglich. Selbstständige, Beamte und Freiberufler haben Versicherungsfreiheit und können unabhängig vom Einkommen in die PKV wechseln. Die Versicherer verlangen allerdings in der Regel eine Gesundheitsprüfung und entscheiden erst danach, ob der Aufnahmeantrag angenommen wird. Wichtig ist, dass die Kündigungsfristen bei der alten Krankenkasse eingehalten werden. Normalerweise liegt der frühstmögliche Zeitpunkt zur Kündigung des Altvertrages 18 Monate nach dem Beitritt zur Krankenversicherung.

Wechsel des PKV-Anbieters

Wer bereits bei einer privaten Krankenkasse versichert ist, muss einige Eckpunkte beachten, wenn der Wechsel zu einem anderen Anbieter geplant ist. Zuvor sollten Sie sich Gedanken über die gewünschten Leistungen machen und anschließend einen umfassenden Vergleich anstellen. Langjährig Versicherte müssen sich im Klaren darüber sein, dass bei einem Wechsel des Anbieters die Altersrückstellungen wegfallen. Sie werden von den Krankenkassen gebildet, um Beitragserhöhungen im Alter abzufedern. Ein Teil der gezahlten Prämien wird von den Versicherern ab Erreichen des Renteneintrittsalters eingesetzt, um die Beiträge auf einem adäquaten Niveau zu halten. Wer mehr als fünf Jahre bei einer Gesellschaft versichert ist, sollte zunächst über einen Tarifwechsel beim gleichen Anbieter nachdenken, bevor vorschnell die Entscheidung für eine andere Krankenversicherung in die Tat umgesetz wird.

Krankenversicherung ohne Arbeit

Nach dem Gesetz ist jeder Bürger in Deutschland verpflichtet, unabhängig vom Einkommen eine Krankenversicherung abzuschließen. Davon betroffen sind auch Personen, die weder staatliche Leistungen wie Arbeitslosengeld oder Hartz IV beziehen noch über die Familienversicherung abgesichert sind. Bei einer Krankenversicherung ohne Arbeit übernimmt die Kasse nur die Kosten für eine medizinische Grundversorgung. Wer kein eigenes Einkommen erzielt und die Beiträge nicht aus vorhandenen finanziellen Reserven bestreiten kann, muss diesen Umstand der Krankenkasse mitteilen. Beiträge, die nicht gezahlt werden können, werden als Zahlungsrückstand gewertet. Ist eine medizinische Versorgung notwendig, kann die Krankenkasse unter Umständen die Leistungen verweigern. Werden der Krankenkasse keine Einkommensnachweise vorgelegt, wird ein fiktives Einkommen unterstellt, nach dem sich die Beitragshöhe richtet. Bei Empfängern von Arbeitslosengeld oder Hartz IV übernimmt die Agentur für Arbeit die Zahlung der Beiträge.

Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung

Ein Wechsel von der PKV zur gesetzlichen Krankenversicherung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Ändert sich die Art der beruflichen Tätigkeit durch einen Wechsel von der Selbstständigkeit in ein Angestelltenverhältnis, greift wieder die gesetzliche Versicherungspflicht und der Wechsel von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung kann vollzogen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Einkommen eine bestimmte Schwelle unterschreitet. Ausgenommen sind Personen, die das 55. Lebensjahr vollendet haben und privat versichert sind. Für diese Personengruppe ist eine Rückkehr in die GKV nicht mehr möglich. Der Gesetzgeber hat diese Regelung eingeführt, um zu verhindern, dass ausschließlich junge und gesunde Menschen die PKV mit ihren günstigen Beiträgen wählen und im Alter in die gesetzliche Krankenversicherung zurückwechseln, wo die Gemeinschaft die Kosten für die Gesundheit übernehmen müsste.

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Katzenversicherung

Katzenversicherung – Rundumschutz für den Stubentiger

Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. In rund 15 Prozent aller Haushalte leben die vierbeinigen Stubentiger. Die Besitzer schätzen den eigenständigen Charakter der Tiere und genießen es, gemeinsam mit dem zusammengerollten Fellknäuel auf der Couch zu schmusen. Im Gegensatz zu Hunden führen Katzen ein eigenständiges Leben und bestimmen selbst, wann sie Streicheleinheiten von ihren Besitzern zulassen. Dieses emanzipierte Verhalten der Tiere macht es allerdings auch unmöglich, jedem Unglück vorzubeugen.

Insbesondere Katzen, die sich als Freigänger regelmäßig in der freien Natur aufhalten und in dunklen Schuppen Mäusen auflauern, sind anfälliger für Krankheiten, Verletzungen und Infektionen. Die Katzenversicherung gewährleistet einen Rundumschutz für das Haustier und übernimmt im Ernstfall die Kosten für den Tierarzt, Medikamente und eventuell fällige Operationen.

Katzenversicherung: Sinnvoller Krankenschutz für das Haustier

Der Unterhalt für eine Katze ist in der Regel überschaubar und hält sich in Grenzen. Bei der Haltung in der Wohnung fallen lediglich Kosten für das Futter, die Katzenstreu, Spielzeug und einen Kratzbaum an. Selbst die erforderlichen Impfungen belasten das Haushaltsbudget nicht übermäßig. Problematisch kann es werden, wenn sich der Stubentiger, sei es aus Übermut oder Unachtsamkeit, eine Verletzung zugezogen hat und ein Besuch beim Tierarzt unausweichlich ist.

Je nachdem, wie langwierig die Behandlung ist, welche Medikamente zur Nachbehandlung verabreicht werden müssen und ob eine Operation erforderlich ist, können die Kosten empfindliche Löcher in das Haushaltsbudget reißen. Hinzu kommen unter Umständen mehrmalige Besuche beim Tierarzt, der den Genesungsprozess der Katze kontrolliert. Vor diesen Unwägbarkeiten bietet eine Katzenversicherung effizienten Schutz. Die Krankenversicherung übernimmt die Behandlungskosten, die Kosten für Medikamente und Verbandsmaterial und das Honorar des behandelnden Veterinärmediziners.

Katzenversicherungen für ältere Tiere

Die Katze wird in den meisten Haushalten als vollwertiges Familienmitglied angesehen und ist ein jahrelanger treuer Begleiter. Wie bei den Menschen stellen sich auch bei Katzen mit zunehmendem Alter Gebrechen ein und das Krankheitsrisiko steigt. Regelmäßige Routineuntersuchungen werden mit älteren Katzen häufiger durchgeführt, als mit Jungtieren, die voller Lebensenergie stecken und in unbeaufsichtigten Momenten ihren Schabernack treiben.

Wird bei einer derartigen Routineuntersuchung eine schwerwiegende Erkrankung, wie ein Tumor, festgestellt, ist nicht selten eine sofortige Notoperation erforderlich, um das Leben des Tieres zu retten. Der Eingriff durch den Tierarzt unterscheidet sich bezüglich des Zeitaufwandes und der Kosten nicht wesentlich von einer vergleichbaren OP beim Menschen. Entsprechend hoch sind die Kosten für die Operation. Nicht selten wird in diesem Fall ein vierstelliger Betrag fällig. Vor einem derartigen finanziellen Einschnitt bietet die Katzenversicherung einen effizienten Schutz.

Katzenversicherung für Freigänger

Katzen, die den Großteil des Tages im Freien verbringen, sind größeren Gefahren ausgesetzt, als reine Stubentiger. Die Mäusejagd gehört zu den beliebtesten Beschäftigungen der Tiere und bei einer wilden Verfolgungsjagd sind Unfälle keine Seltenheit. Es genügt bereits, wenn die Katze einen Radweg überquert und mit einem Radfahrer kollidiert. Hat der Unfall einen Knochenbruch zur Folge, hilft nur eine schnelle Operation. Die Kosten für diesen Eingriff können sich inklusive Nachsorge auf eine Summe von bis zu 2.000 Euro addieren. Gleiches gilt für kleinere Verletzungen, die sich die Katze im Haushalt zuziehen kann.

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Müssen Wunden versorgt oder innere Verletzungen behandelt werden, können sich die Kosten schnell auf mehrere Hundert Euro belaufen. In diesem Fall springt die Katzenversicherung ein und übernimmt die Kosten für alle fälligen Maßnahmen, die zur Erhaltung der Gesundheit des Tieres erforderlich sind.

Katzen-OP-Versicherung: Sinnvoller Schutz für abenteuerlustige Katzen

Einige Katzen sind abenteuerlustiger als ihre Artgenossen und gehen keiner gefährlichen Situation aus dem Weg. Die Besitzer müssen sich notgedrungen damit abfinden, einen kleinen Draufgänger im Haus zu haben, der in einer Rauferei mit der Nachbarskatze auch hin und wieder den Kürzeren zieht. Wenn die Situation eskaliert, können dabei Gegenstände zu Bruch gehen, an denen sich die Katzen Verletzungen zuziehen können, die nur durch einen operativen Eingriff geheilt werden können.

Die Katzen-OP-Versicherung überlässt den Besitzern die Wahl des Tierarztes oder der Tierklinik und übernimmt sämtliche Kosten für den Eingriff. Allerdings erstrecken sich der Schutz und der Leistungsumfang ausschließlich auf operative Eingriffe und die mit der OP in unmittelbarem Zusammenhang stehenden Nachuntersuchungen. Die Kosten für Routineuntersuchungen, Wurmkuren und stationäre Behandlungen werden über die Katzen-Krankenversicherung abgerechnet.

Leistungsumfang der Katzenversicherung

Der Leistungsumfang für eine Katzenversicherung unterscheidet sich von Versicherungsgesellschaft zu Versicherungsgesellschaft nur unwesentlich. Im Basispaket sind die freie Tierarztwahl, die ambulante oder stationäre Behandlung in einer Tierklinik und die Kostenübernahme für Medikamente, Röntgenbilder und Verbandsmaterialien eingeschlossen. Die Katzenversicherung kommt für Kosten auf, die bei einer Operation in der Tierklinik oder beim Tierarzt entstehen und zusätzlich werden die Kosten für die Nachsorge bei Operationen übernommen. In Abhängigkeit vom jeweiligen Tarif sind auch Vorsorgemaßnahmen wie Wurmkuren und Impfungen im Leistungspaket enthalten.

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Kosten für Katzen- und Katzen-OP-Versicherung

Die Kosten für die Katzenversicherung halten sich in einem überschaubaren Rahmen. Günstige Katzenversicherungen sind bereits für einen monatlichen Beitrag von unter 20 Euro zu haben. Eine Katzen-OP-Versicherung gibt es schon für weniger als 10 Euro im Monat. Im Vergleich zu den Kosten, die bei einer ernsthaften Erkrankung des Tieres auf die Besitzer zukommen, handelt es sich um vergleichsweise geringe Beträge für einen kompletten Rundumschutz. Die Policen einzelner Anbieter unterscheiden sich geringfügig hinsichtlich der Beitrags- und Deckungshöhen. Kostensenkend auf die Versicherungsprämie wirkt sich eine Selbstbeteiligung aus. Wer bereit ist, einen gewissen Anteil an den Behandlungskosten aus eigener Tasche zu zahlen, wird in der Regel mit günstigeren Konditionen belohnt.

Aufnahmealter und Wartezeit

Beim Aufnahmealter gibt es vonseiten der Versicherer kaum Einschränkungen. Bereits für wenige Wochen alte Jungtiere kann eine Katzenversicherung abgeschlossen werden. Teilweise legen die Anbieter jedoch eine Höchstgrenze für das Eintrittsalter fest. Aus diesem Grund sollte mit der Entscheidung für einen effizienten Versicherungsschutz nicht zu lange gewartet werden. In der Regel besteht nach dem Abschluss einer Katzen- oder Katzen-OP-Versicherung eine Wartezeit, bevor Leistungen in Anspruch genommen werden können. Meist handelt es sich um einen Zeitraum von 30 Tagen. Mit dieser Maßnahme wollen die Versicherer einem missbräuchlichen Abschluss vorbeugen, etwa für den Fall, dass eine dringend erforderliche Operation unmittelbar bevorsteht. Bei Vorsorgemaßnahmen wie Wurmkuren oder Impfungen verzichten einige Anbieter auf eine Wartezeit. Von einem Preisnachlass profitieren Katzenbesitzer, die mehrere Tiere beherbergen. Einige Versicherer gewähren bis zu 10 Prozent Rabatt auf den regulären Beitrag, wenn mehrere Katzen versichert werden.

Tierhaftpflichtversicherung

Die Tierhaftpflichtversicherung schützt Katzenbesitzer vor den finanziellen Folgen, die durch das Verhalten des Haustieres verursacht werden können. Kommt es durch bestimmte Verhaltensweisen der Katze zu Sach- oder Personenschäden, haftet der Eigentümer ohne Obergrenze mit seinem kompletten Vermögen. Insbesondere bei Katzen, die sich den ganzen Tag über im Freien aufhalten, besteht eine latente Gefahr. Muss beispielsweise ein Radfahrer dem Tier ausweichen und zieht sich bei dem nachfolgenden Sturz schwere Verletzungen zu, muss der Halter die Kosten für Verdienstausfall und eventuelle Folgeschäden übernehmen. Schnell können auf diese Weise Beträge im sechsstelligen Bereich zusammenkommen. Die Tierhaftpflichtversicherung bietet in diesem und zahlreichen weiteren Fällen wirkungsvollen Schutz, da sie die Kosten für Personen-, Vermögens- und Sachschäden übernimmt. Die Deckungssumme sollte in angemessener Höhe gewählt werden, um im Ernstfall nicht die Forderungsdifferenz aus eigener Tasche bezahlen zu müssen.

Krankenversicherung ohne Einkommen

In Deutschland besteht eine generelle Pflicht zum Abschluss einer Krankenversicherung. Angestellte bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze müssen sich gesetzlich versichern.

Wer staatliche Unterstützung in Form von Arbeitslosengeld I oder Hartz 4 bezieht, erhält die Beiträge vom Arbeitsamt gezahlt.

Freiberufler und Selbstständige müssen sich privat versichern, wenn das Einkommen 450 Euro im Monat überschreitet. Bei niedrigerem Einkommen können sie sich über die Familienversicherung absichern, sofern sie verheiratet sind. Diese Berufsgruppen können sich auch freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichern, wobei die Krankenkassen von einem hohen monatlichen Grundeinkommen ausgehen und die Beiträge entsprechend hoch sind. Zur exakten Ermittlung der Beiträge muss ein Nachweis über das erzielte Einkommen erbracht werden.

Private Krankenversicherung für Studenten ohne Einkommen

krankenversicherungWenn man sich als Student voll aufs Studium konzentrieren will gibt es in vielen Fällen kein Einkommen. Eine private Krankenversicherung kann dann für jüngere Leute eine gute Möglichkeit sein um sich billiger abzusichern als mit einer gesetzliche Krankenkasse. Bei CHECK24 gibt es einen praktischen PKV Vergleichsrechner für Studenten.

Mehr Informationen in unserem Artikel Krankenversicherung für Studenten.

Gesetzliche Krankenversicherung ohne Einkommen

Personen, die über kein Einkommen verfügen, keine staatlichen Leistungen beziehen und nicht über die Familienversicherung sozial abgesichert sind, haben ebenfalls die Möglichkeit, Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse zu werden. Voraussetzung ist, dass bereits eine Mitgliedschaft vorlag und diese nicht länger als drei Monate zurückliegt. Auch Personen ohne Einkommen müssen selbstverständlich Versicherungsbeiträge zahlen. Kann kein Einkommen nachgewiesen werden, unterstellen die Krankenkassen ein fiktives Einkommen, das als Basis für die Beitragsermittlung dient. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Beiträge aus dem vorhandenen Vermögen gezahlt werden.

Freiwillige Krankenversicherung ohne Einkommen

Zur Gewährleistung des Versicherungsschutzes ist es zwingend erforderlich, dass die monatlichen Beiträge an die freiwillige Krankenversicherung abgeführt werden. Können die Beiträge nicht aus dem vorhandenen Vermögen gezahlt werden und steht kein Einkommen zur Verfügung besteht eine Mitteilungspflicht an die Krankenkasse. Nicht gezahlte Versicherungsbeiträge werden als Zahlungsrückstand gewertet und im Ernstfall kann die Krankenkasse Leistungen verweigern. Wer nicht in der Lage ist, den monatlichen Beitrag aufzubringen, sollte sich mit dem Arbeitsamt in Verbindung setzen und staatliche Leistungen in Form von ALG II beantragen. In diesem Fall übernimmt das Arbeitsamt die Kosten für die freiwillige Krankenkasse.

Leistungen der Krankenversicherung

Krankenkasse abschließenWer ohne Einkommen freiwillig krankenversichert ist, hat Anspruch auf die Regelleistungen, wie sie allen Pflichtversicherten zustehen. Allerdings haben Personen ohne Einkommen, die lediglich mit einem Mindesteinkommen versichert sind, keinen Anspruch auf Krankengeld. Im Leistungsumfang enthalten sind Arztbesuche und Behandlungstermine, die von der gesetzlichen Krankenversicherung (Wikipedia) zu 100 Prozent übernommen werden. Versicherte müssen bis auf den Verzicht auf das Krankengeld keine Einschränkungen bezüglich des Leistungsumfanges in Kauf nehmen. Voraussetzung dafür ist allerdings die regelmäßige Zahlung des monatlichen Versicherungsbeitrages.

Mindestbeitrag Krankenversicherung ohne Einkommen

Das fiktive Mindesteinkommen, das die Krankenkassen bei Personen ohne Einkommen als Berechnungsgrundlage annehmen, wird alljährlich angepasst und liegt derzeit bei 921,67 Euro. Da bei den gesetzlichen Krankenkassen, anders als bei den privaten Versicherern, das Einkommen als Bewertungsgrundlage dient, ergibt sich daraus ein monatlicher Mindestbeitrag in Höhe von 137,33 Euro. Hinzu kommt der Beitrag für die Pflegeversicherung in Höhe von 18,89 Euro. Für Kinderlose ab einem Alter von 23 Jahren erhöht sich der Beitrag zur Pflegeversicherung auf 21,20 Euro. Leistungseinschränkungen fallen für die Versicherten bis auf den Wegfall des Krankengeldes nicht an.

Alternative Möglichkeit: Abmelden und Auswandern

Im Verglich zu andere EU Länder ist die Krankenversicherung in Deutschland relativ teuer. Zum Beispiel in Holland zahlt man üblicherweise nicht viel mehr als 100 Euro im Monat. Und wenn man gar kein Einkommen hat bekommt man die Krankenversicherung ganz erstattet. In Frankreich und England ist die Basiskrankenversicherung ganz umsonst. Also auswandern ist sicherlich eine interessante Möglichkeit.

So bald man sich abgemeldet hat gibt es keine Versicherungspflicht mehr in Deutschland. Um sich für Krankheiten und Unfälle zu schützen kann man dann eine private Krankenreiseversicherung abschließen. In der Regel kostet diese wesentlich weniger als 100 Euro im Monat. Für junge gesunde Leute etwa €50 oder €60.

 

 

Versicherung nachträglich abschließen

Beachtung der Fristen

Eine Versicherung nachträglich abzuschließen, ist nur unter besonderen Umständen möglich, denn grundsätzlich dient eine Versicherung zur Absicherung eines Schadens in der Zukunft.

Das Grundprinzip beruht auf der Tatsache, dass zahlreiche Versicherungsnehmer in eine Versicherung einzahlen, aber nur einige Verbraucher den Versicherungsschutz in Anspruch nehmen. Daraus resultiert der Gewinn des Unternehmens. Wäre der nachträgliche Abschluss einer Versicherung bei einem bereits entstandenen Schaden möglich, würde die Versicherungsgesellschaft nur rote Zahlen schreiben und wäre innerhalb kürzester Zeit von der Insolvenz bedroht. Dessen ungeachtet gibt es die Möglichkeit, verschiedene Versicherungen nachträglich abzuschließen, vorausgesetzt es liegt kein Schadensereignis vor, das über den Versicherungsschutz reguliert werden soll.

Handyversicherung nachträglich abschließen

handyversicherungSmartphones der neuesten Generation nehmen im Alltag der meisten Menschen einen festen Platz ein. Die Hightech-Geräte sind wahre Alleskönner und übernehmen eine Funktion als Telefon, Spielekonsole, Musikspeicher, Videokamera und Fotoapparat. Jederzeit kann darüber hinaus mit einem modernen Smartphone auf das Internet zugriffen werden. Die Technik hat ihren Preis und bei der Anschaffung eines neuen Smartphones ohne Vertragsbindung werden schnell einige Hundert Euro fällig. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Benutzer für den Abschluss einer Handyversicherung, die einen effizienten Schutz gegen Beschädigungen bietet, die nicht unter die Gewährleistungspflicht des Herstellers fallen. Gute Handyversicherungen bieten ein umfangreiches Leistungspaket, das den Schutz vor Beschädigungen durch Bodenstürze, verschüttete Flüssigkeiten und nach Bedienfehlern einschließt. Eine Handyversicherung nachträglich abschließen können Sie bei einigen online Anbietern bis zu drei Monate nach der Anschaffung. Als Grundvoraussetzung gilt, dass das Gerät nicht beschädigt und voll funktionsfähig ist. Ausgeschlossen ist der nachträgliche Abschluss einer Handyversicherung bei einem bereits laufenden Schadensfall.

Apple Versicherung nachträglich abschließen

Apple hat mit der Entwicklung des iPhones und des iPads neue Maßstäbe im Bereich der Telekommunikation und Smartphone-Technologie gesetzt. Die neuesten Modelle warten mit immer ausgeklügelteren technischen Feinheiten und Funktionen auf. Die Geräte des amerikanischen Technologieunternehmens gehören zu den teuersten Endgeräten auf dem Markt und sind entsprechend kostenintensiv in der Anschaffung. Vor diesem Hintergrund macht es Sinn, das iPhone oder iPad durch eine entsprechende Versicherung gegen Beschädigungen zu schützen. Das Unternehmen selbst bietet mit den Versicherungspaketen Apple Care und Apple Care+ einen Rundumversicherungsschutz an, der bis zu 60 Tage nach dem Kauf des iPhones abgeschlossen werden kann.

Krankenversicherung nachträglich abschließen

Seit 2007 besteht in Deutschland eine Versicherungspflicht für gesetzlich Versicherte und seit 2009 auch für privat Versicherte. Wer sich nicht versichert, muss bei der Rückkehr in die Krankenkasse die Beiträge für die nicht versicherte Zeit rückwirkend nachzahlen. Der nachträgliche Eintritt in eine Krankenkasse, etwa um einen unerwarteten Krankenhausaufenthalt zu finanzieren oder eine hohe Arztrechnung begleichen zu lassen, ist nur unter den oben beschriebenen Voraussetzungen möglich. Eine Ausnahme gibt es bei der Auslandskrankenversicherung, die von den meisten Verbrauchern nur für die Zeit eines Aufenthaltes im Ausland abgeschlossen wird. Wer sich entschließt, den Traumurlaub spontan um einige Wochen auszudehnen, kann die Auslandskrankenversicherung nachträglich verlängern oder neu abschließen. Die gleichen Regelungen gelten für Geschäftsreisende, die sich aus beruflichen Gründen im Ausland aufhalten. Sollte eine unerwartete Verlängerung des Auslandsaufenthaltes erforderlich sein, wird mit dem nachträglichen Abschluss einer Auslandskrankenversicherung der volle Versicherungsschutz gewährleistet.

Reiserücktrittskostenversicherung nachträglich abschließen

Die Reiserücktrittskostenversicherung übernimmt eine wichtige Schutzfunktion für Urlauber, die krankheitsbedingt ihre Reise nicht antreten können. In der Regel wird diese Versicherung direkt bei der Buchung der Reise abgeschlossen. Es aber auch möglich, die Reiserücktrittskostenversicherung erst nach dem Buchungsvorgang abzuschließen. Die Fristen dafür liegen bei den meisten Anbietern in einem Zeitraum zwischen 14 und 30 Tagen nach der Buchung der Reise. Einige Versicherungsunternehmen bieten ihren Kunden die Option, eine Reiserücktrittskostenversicherung bis 30 Tage vor der Abreise mit komplettem Versicherungsschutz abzuschließen. Voraussetzung ist, dass der Reisebeginn nicht vorverlegt wurde und zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung keine Krankheit diagnostiziert wurde, die einen Antritt der Reise unmöglich macht.

Mehr über Reiserücktrittskostenversicherungen bei Wikipedia.