Gesetzliche Krankenversicherung

In Deutschland besteht für alle Bürger eine gesetzlich verankerte Pflicht, eine Krankenversicherung abzuschließen. Unterschieden wird zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Während für einen Wechsel in die PKV bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen, sind die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, jeden Bürger aufzunehmen. Die GKV beruht auf dem Prinzip der Solidargemeinschaft. In der Praxis bedeutet das, dass jeder Versicherte Anspruch auf sämtliche Leistungen hat, unabhängig vom Alter, von der Beitragshöhe und vom Einkommen. Im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung können Familienangehörige bei den gesetzlichen Kassen kostenlos mitversichert werden.

Wer kann der gesetzlichen Krankenversicherung beitreten?

Eine gesetzliche Krankenversicherung müssen alle sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer abschließen, deren Jahreseinkommen unterhalb der Bemessungsgrenze von 56.250 Euro brutto liegt. Ehepartner oder Lebensgefährten mit geringem oder keinem eigenen Einkommen sowie Kinder können kostenfrei mitversichert werden. In diesem Punkt unterscheidet sich die GKV von der privaten Krankenversicherung, wo diese Option nicht zur Verfügung steht. Im Rahmen dieser Familienversicherung genießen alle mitversicherten Personen vollständigen Versicherungsschutz. Für Kinder gilt diese Regelung maximal bis zum 25. Lebensjahr, sofern sich der Nachwuchs bis zu diesem Zeitpunkt in der Ausbildung befindet. Selbstständige und Freiberufler können freiwillig der gesetzlichen Krankenversicherung beitreten oder sich für die PKV entscheiden. Die gesetzlichen Krankenkassen erwarten von ihren Mitgliedern eine gesundheitsbewusste Lebensführung und eine aktive Mitwirkung an der Behandlung von Krankheiten.

Leistungen der GKV

Im Gegensatz zu den privaten Krankenkassen sind die Leistungen bei der GKV weitestgehend gesetzlich geregelt. Der Staat legt unter anderem die Regelleistungen fest, die für alle Anbieter verbindlich sind. Der Fokus liegt dabei auf Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit. Explizit wird im Sozialgesetzbuch darauf hingewiesen, dass die Leistungen ausreichend sein müssen und das erforderliche Maß an Notwendigkeit nicht überschreiten sollen. Neben den Regelleistungen kann  jede gesetzliche Krankenkasse individuelle Zusatzleistungen anbieten, die alle Versicherungsnehmer in Anspruch nehmen können. Das können beispielsweise die Kostenübernahme für Heilbehandlungen und Homöopathie, Zuschüsse zur professionellen Zahnreinigung oder die anteilige Kostenerstattung für Sehhilfen wie Kontaktlinsen sein. Nicht im Leistungskatalog enthalten sind privatärztliche Behandlungen und es besteht in keinem Tarif ein Anspruch auf eine Chefarztbehandlung im Krankenhaus.

Beitragsstruktur bei der gesetzlichen Krankenversicherung

Anders als bei der privaten Krankenversicherung handeln die Versicherten bei der GKV die Beiträge nicht individuell aus. Für die Beitragsermittlung wird das Bruttoeinkommen zugrunde gelegt. Derzeit liegt der Beitragssatz bei 14.6 Prozent vom Bruttoeinkommen. Die Hälfte davon zahlt der Arbeitgeber. Seit 2015 dürfen die gesetzlichen Krankenkassen von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag erheben und zahlreiche Kassen machen von diesen Recht Gebrauch. Rund vier Fünftel aller gesetzlich Versicherten zahlen in der Gegenwart einen Zusatzbeitrag. Die Höhe variiert von Kasse zu Kasse und liegt im Maximum bei rund 1,7 Prozent. Im Gegensatz zum klassischen Beitrag wird der Zusatzbeitrag nicht zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt. Die Arbeitnehmer tragen die volle Last allein. Durch einen Wechsel zu einer anderen gesetzlichen Krankenversicherung können Versicherungsnehmer dieser finanziellen Zusatzbelastung entgehen. Nachteile entstehen den Versicherten durch diesen Schritt nicht.

Krankenversicherung ohne Arbeit

Die gesetzliche Pflicht zum Abschluss eine Krankenversicherung betrifft jeden Bürger, unabhängig von der Höhe des Einkommens. Bei Beziehern des Arbeitslosengeldes II (Hartz IV) übernimmt die Agentur für Arbeit die Zahlung der Beiträge. Wer kein Einkommen erzielt und nicht als Arbeitssuchender gemeldet ist, fällt in die medizinische Grundversorgung. Voraussetzung dafür ist, dass der Krankenkasse dies mitgeteilt wird. Können die Betroffenen aus finanziellen Gründen keine Beiträge zahlen, werden diese gestundet und als Zahlungsrückstand gewertet. Die gesetzlichen Krankenversicherungen unterstellen in diesem Fall ein fiktives Einkommen, das nach Ansicht der Sachbearbeiter theoretisch erzielt werden könnte. Auf Grundlage dieser Schätzung erfolgt die Ermittlung der Beitragshöhe. Siehe auch Krankenversicherung ohne Arbeit.

Krankenversicherung ohne Vorversicherung

In Deutschland gilt seit der Gesundheitsreform im Jahr 2009 eine gesetzliche Pflicht für alle Bürger, einer Krankenversicherung beizutreten. Dessen ungeachtet haben längst nicht alle Menschen eine Krankenversicherung, was im Krankheitsfall zu einer enormen finanziellen Belastung für die Betroffenen führen kann. Insbesondere deutsche Staatsangehörige, die längere Zeit im Ausland gelebt haben und dort krankenversichert waren, müssen nach der Rückkehr einer privaten oder gesetzlichen Krankenkasse beitreten.

Gesetzliche oder private Krankenversicherung?

Wer bislang nicht krankenversichert war oder die Versicherungszeit für längere Zeit unterbrochen hat, kann sich nicht aussuchen, ob er sich bei der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung anmeldet. Personen, die zuletzt gesetzlich versichert waren, müssen einer gesetzlichen Krankenkasse beitreten. Bestand die Vorversicherung bei einer privaten Krankenkasse, müssen sich die Betroffenen wieder privat versichern. Wer über keine Vorversicherung verfügt, wird aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit dem System der gesetzlichen oder privaten Krankenkasse zugeordnet. In der Praxis bedeutet das für Arbeiter und Angestellte, dass sie Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse werden, während Berufsgruppen wie Selbstständige und Freiberufler in die private Krankenkasse wechseln.

Voraussetzungen für die Aufnahme

Bei Personen, die noch nie krankenversichert waren, legen die Kassen strenge Maßstäbe bei der Bewilligung des Aufnahmeantrags an. Zu den Voraussetzungen gehört ein fester Wohnsitz in Deutschland. Das gilt auch für EU-Bürger, die sich dauerhaft in Deutschland niederlassen und keinen Nachweis über Vorversicherungen erbringen können. In der Regel verlangen die Krankenkassen eine Gesundheitsprüfung bei einem Arzt, die neben der ärztlichen Untersuchung auf den aktuellen Gesundheitszustand eine Ultraschalluntersuchung und eine Laboranalyse durchführt. Die Kosten für die Voruntersuchungen müssen vom Antragsteller selbst getragen werden.

Basistarif bei den privaten Krankenkassen

Die privaten Krankenkassen müssen Personen ohne Vorversicherung, die sich nicht gesetzlich versichern können, den sogenannten Basistarif anbieten. Der Leistungsumfang in diesem Tarif entspricht etwa dem der gesetzlichen Krankenkassen. Der Höchstbeitrag darf den zulässigen Höchstbeitrag wie bei der GKV nicht überschreiten. Risikoaufschläge aufgrund von Vorerkrankungen dürfen die privaten Krankenkassen nicht erheben. Personen, die aus dem Ausland kommen, werden nach dem gleichen Prinzip eingestuft. Können die Antragsteller keine Vorversicherung nachweisen, richtet sich die Entscheidung, ob die Mitgliedschaft in der gesetzlichen oder privaten Krankenkasse infrage kommt, nach der zuletzt ausgeübten Tätigkeit.

Nachzahlung bei Nichteinhaltung der Versicherungspflicht

Seit Einführung der Krankenversicherungspflicht haben sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Personen geändert, die nach einer langen Zeit ohne Krankenversicherung wieder in das System zurückkehren wollen. Beim Wiedereintritt verlangen die Krankenkassen eine Nachzahlung der aufgelaufenen Prämien. Nachdem zahlreiche Personen mit horrenden Zahlungsforderungen vonseiten der Kassen konfrontiert wurden, traten im Jahr 2013 Lockerungen in Kraft. Demnach müssen Bürger ohne Vorversicherung bei der gesetzlichen Krankenkasse maximal Beiträge in Höhe von rund 44 Euro pro Monat nachzahlen. Privatversicherte zahlen im ersten halben Jahr die Prämie in voller Höhe und im Anschluss etwa ein Sechstel der Beiträge. Im Ernstfall gibt es die Möglichkeit, eine Ratenzahlung mit dem Versicherer zu vereinbaren.

Private Krankenzusatzversicherung abschließen

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen werden seit Jahren kontinuierlich eingeschränkt. Zuzahlungen für Medikamente, steigende Beiträge und Anpassungen der Selbstbeteiligung beim Arztbesuch belasten das Budget zahlreicher gesetzlich Versicherter. Die Versorgungslücke wird aus diesem Grund Jahr für Jahr größer.

Die Lücke können Sie mit einer privaten Krankenzusatzversicherung schließen, die für unterschiedliche Bereiche angeboten wird und zahlreiche Leistungen abdeckt. Welche Art der Zusatzversicherung für Sie infrage kommt, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab. Es gibt Zusatzversicherungen für Zahnersatz, für Brillen, für den Krankenhausaufenthalt und für naturheilkundliche Behandlungsmethoden. Wir stellen Ihnen die wichtigsten privaten Krankenzusatzversicherungen vor.

Zahnzusatzversicherung

Die Kosten für Zahnersatz steigen von Jahr zu Jahr und die gesetzlichen Krankenkassen fahren die Leistungen permanent zurück. Erstattet wird in der Gegenwart nur noch ein Festzuschuss mit einem Bonus von höchstens 30 %. Diese Erstattung reicht gerade einmal für die Versorgung mit Standardmaterialien aus. Mit einer privaten Zahnzusatzversicherung gehen Sie im Ernstfall hohen Kosten für den Eigenanteil aus dem Weg. Bis zu 100 % Kostenübernahme für den Zahnersatz bieten einige Versicherer an. Bei Implantaten und Inlays werden die Kosten nach einer bestimmten Staffelung übernommen.

Krankenhauszusatzversicherung

Ein Krankenhausaufenthalt lässt sich manchmal nicht vermeiden, wenn eine schwerwiegende Erkrankung vorliegt. Mit einer privaten Krankenhauszusatzversicherung sind Sie in der Klinik auf der sicheren Seite und genießen je nach gewähltem Leistungsspektrum eine Behandlung wie ein Privatpatient. Wahlweise können Sie sich für eine Chefarztbehandlung und für die Unterbringung in einem Einbettzimmer entscheiden. Die meisten Versicherer bieten mehrere Tarifoptionen an, die sich hinsichtlich der Leistungen und der Versicherungsprämie unterscheiden.

Ambulante Zusatzversicherung

Mit einer privaten ambulanten Zusatzversicherung werden Sie beim Arzt wie ein Privatpatient behandelt. Der Versicherungsschutz erstreckt sich bei den meisten Versicherern auf die Behandlung beim Heilpraktiker, auf den Kauf von Sehhilfen oder Hörgeräte sowie auf die Zuzahlung für Medikamente und Arzneimittel. Die ambulante Zusatzversicherung können Sie mit oder ohne Selbstbeteiligung abschließen. Mit Selbstbeteiligung springt Ihnen die private Zusatzversicherung erst dann finanziell zur Seite, wenn die Kosten den Selbstbehalt überschreiten. In Abhängigkeit vom Leistungspaket sind Impfungen vor Auslandsreisen, die Behandlung im Ausland und Zahnersatz in der ambulanten Zusatzversicherung eingeschlossen.

Krankentagegeldversicherung

Eine langwierige Krankheit ist nicht selten mit einem Verdienstausfall verbunden. Sobald der festgelegte Zeitraum zur Lohnfortzahlung überschritten ist, erhalten Sie nur noch einen Bruchteil des monatlichen Einkommens ausgezahlt. Um dieser finanziellen Mehrbelastung aus dem Wege zu gehen, lohnt sich der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung. Wie bei den meisten anderen privaten Krankenzusatzversicherungen stehen Ihnen auch bei dieser Form der Absicherung mehrere Optionen zur Auswahl. Bei einigen Versicherern können Sie die Höhe des täglichen Krankentagegeldes selbst festlegen. In Abhängigkeit vom gewünschten Tarif wird die monatliche Versicherungsprämie entsprechend angepasst.

Krankenzusatzversicherung für Hörgeräte

Die Krankenzusatzversicherung für Hörgeräte schützt die Versicherungsnehmer vor den Kosten, die durch die Anschaffung kostspieliger Geräte bei einem Nachlassen oder Verlust des Gehörs entstehen. Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen Hörgeräte mit einem Sockelbetrag, der nur einen Bruchteil der Kosten abdeckt. Diese ambulante Zusatzversicherung wird ausschließlich in Kombination mit anderen Hilfsmittelversicherungen angeboten. Im Paket enthalten sind häufig eine Krankenzusatzversicherung für Sehhilfen wie Brillen und Kontaktlinsen sowie für orthopädische Hilfsmittel. Der Grund für die Paketlösung liegt in der Kostenstreuung. Günstige Beiträge können die privaten Krankenkassen nur anbieten, wenn das Kostenrisiko auf mehrere Bereiche verteilt wird.

Krankenzusatzversicherung für Medikamente

Gesetzlich Versicherte müssen für Medikamente feststehende Zuzahlungen leisten. Insbesondere Personen mit chronischen Erkrankungen, die dauerhaft auf die Einnahme bestimmter Arzneimittel angewiesen sind, sehen sich mit hohen Kosten konfrontiert. Gleiches gilt für gesetzlich Versicherte, die nach einer schwerwiegenden Erkrankung noch über einen langen Zeitraum Medikamente einnehmen müssen. Mit einer Krankenzusatzversicherung für Medikamente umgehen Sie diesen Kostenfaktor, denn die Versicherung übernimmt den Eigenanteil in einer Höhe von bis zu 100 %. Diese ambulante Zusatzversicherung wird in der Regel als Paketlösung angeboten. Im Versicherungsschutz enthalten ist häufig die 100-prozentige Erstattung von Eigenmitteln für Bäder, Massagen und Heilmittel sowie anteilig für Zahnersatz, Sehhilfen und Heilpraktikerbehandlungen.

Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen

Der Abschluss einer Krankenzusatzversicherung setzt das Ausfüllen eines Fragebogens voraus, auf dem wahrheitsgemäße Angaben zum aktuellen Gesundheitszustand und zu Vorerkrankungen gemacht werden müssen. Wer keine Gesundheitsprüfung über sich ergehen lassen will, muss entweder höhere Beiträge in Kauf nehmen oder der Versicherer lehnt den Antrag ab. Nur wenige Leistungen werden durch eine Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen abgedeckt. Dazu gehören eine Krankenhaustagegeldversicherung, eine Krankenhausversicherung, die sich auf die Unterbringung im Einbettzimmer bezieht und eine Pflegetagegeldversicherung. Einige Anbieter haben auch eine Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen im Portfolio, die eine anteilige Erstattung der Kosten für Zahnersatz, Inlays und Implantate einschließt.

Zahnvorsorgeversicherung

Nicht nur beim Zahnersatz, auch bei der Zahnbehandlung reichen die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel nicht aus, um die Kosten in voller Höhe abzudecken. Aus diesem Grund ist eine private Zahnvorsorgeversicherung eine sinnvolle Investition in die Zukunft. Die meisten Anbieter erstatten einen festen jährlichen Betrag für die Zahnprophylaxe, der eine Zahnsteinentfernung und eine professionelle Zahnreinigung einschließt. Darüber hinaus werden die Kosten für bestimmte Füllungen übernommen, nachdem die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse angerechnet wurden.

Krankenversicherung wechseln

Der Wechsel einer Krankenversicherung kann unter bestimmten Umständen sinnvoll sein. Mehr Leistungen und niedrigere Beiträge sind die häufigsten Gründe für die Kündigung eines bestehenden Versicherungsvertrages und den Eintritt in eine neue Krankenkasse. Ab 2015 lohnt auch ein Vergleich der gesetzlichen Krankenversicherungen, denn jeder Anbieter darf nach einer Absenkung des allgemeinen Beitragssatzes auf 14,6 Prozent einen Zusatzbeitrag erheben. Mit dieser Regelung kommt es zu einem Wettbewerb unter den gesetzlichen Krankenkassen, von denen die Versicherten profitieren.

Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung

Beim Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu einer privaten Krankenversicherung (PKV) sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Überschreitet bei Angestellten das Bruttoeinkommen die Versicherungspflichtgrenze, ist ein Wechsel jederzeit möglich. Selbstständige, Beamte und Freiberufler haben Versicherungsfreiheit und können unabhängig vom Einkommen in die PKV wechseln. Die Versicherer verlangen allerdings in der Regel eine Gesundheitsprüfung und entscheiden erst danach, ob der Aufnahmeantrag angenommen wird. Wichtig ist, dass die Kündigungsfristen bei der alten Krankenkasse eingehalten werden. Normalerweise liegt der frühstmögliche Zeitpunkt zur Kündigung des Altvertrages 18 Monate nach dem Beitritt zur Krankenversicherung.

Wechsel des PKV-Anbieters

Wer bereits bei einer privaten Krankenkasse versichert ist, muss einige Eckpunkte beachten, wenn der Wechsel zu einem anderen Anbieter geplant ist. Zuvor sollten Sie sich Gedanken über die gewünschten Leistungen machen und anschließend einen umfassenden Vergleich anstellen. Langjährig Versicherte müssen sich im Klaren darüber sein, dass bei einem Wechsel des Anbieters die Altersrückstellungen wegfallen. Sie werden von den Krankenkassen gebildet, um Beitragserhöhungen im Alter abzufedern. Ein Teil der gezahlten Prämien wird von den Versicherern ab Erreichen des Renteneintrittsalters eingesetzt, um die Beiträge auf einem adäquaten Niveau zu halten. Wer mehr als fünf Jahre bei einer Gesellschaft versichert ist, sollte zunächst über einen Tarifwechsel beim gleichen Anbieter nachdenken, bevor vorschnell die Entscheidung für eine andere Krankenversicherung in die Tat umgesetz wird.

Krankenversicherung ohne Arbeit

Nach dem Gesetz ist jeder Bürger in Deutschland verpflichtet, unabhängig vom Einkommen eine Krankenversicherung abzuschließen. Davon betroffen sind auch Personen, die weder staatliche Leistungen wie Arbeitslosengeld oder Hartz IV beziehen noch über die Familienversicherung abgesichert sind. Bei einer Krankenversicherung ohne Arbeit übernimmt die Kasse nur die Kosten für eine medizinische Grundversorgung. Wer kein eigenes Einkommen erzielt und die Beiträge nicht aus vorhandenen finanziellen Reserven bestreiten kann, muss diesen Umstand der Krankenkasse mitteilen. Beiträge, die nicht gezahlt werden können, werden als Zahlungsrückstand gewertet. Ist eine medizinische Versorgung notwendig, kann die Krankenkasse unter Umständen die Leistungen verweigern. Werden der Krankenkasse keine Einkommensnachweise vorgelegt, wird ein fiktives Einkommen unterstellt, nach dem sich die Beitragshöhe richtet. Bei Empfängern von Arbeitslosengeld oder Hartz IV übernimmt die Agentur für Arbeit die Zahlung der Beiträge.

Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung

Ein Wechsel von der PKV zur gesetzlichen Krankenversicherung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Ändert sich die Art der beruflichen Tätigkeit durch einen Wechsel von der Selbstständigkeit in ein Angestelltenverhältnis, greift wieder die gesetzliche Versicherungspflicht und der Wechsel von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung kann vollzogen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Einkommen eine bestimmte Schwelle unterschreitet. Ausgenommen sind Personen, die das 55. Lebensjahr vollendet haben und privat versichert sind. Für diese Personengruppe ist eine Rückkehr in die GKV nicht mehr möglich. Der Gesetzgeber hat diese Regelung eingeführt, um zu verhindern, dass ausschließlich junge und gesunde Menschen die PKV mit ihren günstigen Beiträgen wählen und im Alter in die gesetzliche Krankenversicherung zurückwechseln, wo die Gemeinschaft die Kosten für die Gesundheit übernehmen müsste.

Bei PKV Hilfe können Sie bequem wechseln und bis zu 50% sparen, aber unter einigen Bedingungen: 1. Sie sind nicht schon im Notlagentarif, Basistarif oder Standarttarif versichert sind 2. Sie sind schon mehr als 5 Jahre privat versichert und 3. Sie zahlen jetzt mehr als 400 Euro im Monat. In diesen Fällen können Sie besser gleich zur PKV Vergleichsrechner von CHECK24 gehen.

Versicherung abschließen und Prämie bekommen

Das Internet und die Liberalisierung des europäischen Versicherungsmarktes haben zu tief greifenden Veränderungen in der Versicherungsbranche geführt. Mit dem Erstarken der Direktversicherer sahen sich die etablierten Versicherungsunternehmen in Deutschland mit einer völlig neuen Wettbewerbssituation konfrontiert. Binnen weniger Jahre änderte sich das Verbraucherverhalten und zahlreiche Privatpersonen und Firmen entschieden sich, aus Kostengründen eine Versicherung online abzuschließen. Bis heute hält dieser Trend an und der wachsende Konkurrenzdruck lässt die Unternehmen der Versicherungsbranche zu ungewöhnlichen Mitteln greifen, um Neukunden zu gewinnen. Versicherung abschließen und Prämie bekommen – unter diesem Motto wird offensiv um die Gunst der Verbraucher geworben.

Prämien für Versicherungsabschluss: Finanzieller Vorteil für die Verbraucher

Vom zunehmenden Wettbewerb in der Versicherungsbranche profitieren vor allem die Verbraucher. Wer nach dem Grundsatz Versicherung abschließen und Prämie bekommen handelt, kommt in den Genuss von saftigen Preisnachlässen bei einem Wechsel oder darf sich über einen Gutschein freuen. Die Prämien vieler Versicherer beziehen sich nicht allein auf den Abschluss eines neuen Vertrages, sondern gelten auch bei der Werbung eines Neukunden. Wer mit seiner Versicherung zufrieden ist und den Anbieter bedenkenlos weiterempfehlen kann, profitiert von attraktiven Prämien, sofern der Angeworbene einen Versicherungsvertrag bei dem Unternehmen unterzeichnet. Publiziert werden die Prämienaktionen auf den Webseiten der Versicherer und bei Partnerunternehmen, die die Gutscheine zur Verfügung stellen.

Payback-Punkte sammeln beim Abschluss einer Versicherung

Payback gehört zu den größten Bonus- und Rückvergütungssystemen in Deutschland. Viele Unternehmen der Versicherungsbranche arbeiten mit den Betreibern zusammen und bieten beim Abschluss einer Versicherung die Gutschrift von Payback-Punkten an. Da nahezu jeder zweite Erwachsene über eine Payback-Karte verfügt und diese regelmäßig bei Einkäufen einsetzt, füllen die Punkte für einen Versicherungsabschluss das Konto auf und öffnen das Tor zum breit gefächerten Prämienangebot bei Payback. Es werden auf nahezu alle Privatversicherungen Payback-Punkte angeboten. Das Spektrum reicht von der Zahnzusatz-Versicherung über die Kfz Versicherung und die Hausratversicherung bis hin zur Kapitallebensversicherung. Selbst der Abschluss einer privaten Rentenversicherung wird von einigen Unternehmen mit Payback-Punkten belohnt. Die Attraktivität dieses Prämiensystems zeigt sich im geldwerten Vorteil für die Verbraucher. Bis zu 1.000 Punkte werden beim Abschluss einer Kfz Versicherung gutgeschrieben und über bis zu 3.000 Punkte dürfen sich Versicherungsnehmer freuen, die eine private Rentenversicherung abschließen.

Gutscheine bei Versicherungsabschluss

Neben Payback-Punkten gehören Gutscheine zu den populärsten Prämien in der Versicherungsbranche. Am häufigsten kommen BestChoise Gutscheine und Warengutscheine des Online-Versandhändlers Amazon zum Einsatz. Meist handelt es sich um zeitlich begrenzte Aktionen von Direktversicherern, die mit der Ausgabe von Gutscheinen neue Kunden an das Unternehmen binden wollen. Die Angebote sind mitunter sehr attraktiv und wer ohnehin einen Wechsel des Anbieters oder den Neuabschluss einer Versicherung plant, sollte die Prämienaktionen nicht unberücksichtigt lassen. Versicherung abschließen und Prämie bekommen ist in der Gegenwart ein probates Mittel für viele Verbraucher, die neue Kfz Versicherung oder Gebäudeversicherung mit einem finanziellen Vorteil zu versilbern. BestChoise Gutscheine haben den Vorteil, dass sie nicht nur online eingelöst werden können, sondern flexibel einsetzbar sind. Versicherungsnehmer haben die Wahl zwischen Tank-, Restaurant-, Waren- und Veranstaltungsgutscheinen. Mit einem Amazon-Gutschein haben die Verbraucher freie Auswahl aus dem riesigen Sortiment des Online-Händlers.

Geldprämien bei Krankenkassen

Payback PrämieNoch vor wenigen Jahrzehnten war es undenkbar, dass gesetzliche Krankenkassen in Deutschland Prämien an ihre Mitglieder ausschütten. Der Wettbewerbsdruck hat auch in diesem Versicherungssegment für Veränderungen gesorgt. Solvente Kassen haben im Jahr 2014 mehr als 100 Euro an Mitglieder ausgeschüttet, die vor einem bestimmten Stichtag das Beitrittsformular unterzeichnet hatten. Prämienaktionen dieser Art können die gesetzlichen Krankenkassen nur durchführen, wenn mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds ein Überschuss erwirtschaftet wird und die gesetzliche Rücklagenpflicht erfüllt wurde. Die Prämien der gesetzlichen Krankenkassen (die Welt) sollen neue Mitglieder anlocken, die mit ihren Beitragszahlungen wiederum für einen Wachstumsschub sorgen. Dass die Rechnung aufgeht, stellte im Jahr 2013 die Techniker Krankenkasse unter Beweis, die mit einem Mitgliederzulauf in sechsstelliger Höhe die Barmer GEK als Marktführer in Deutschland ablöste. Wer einen Wechsel zu einer anderen Krankenkasse plant, sollte sich allerdings nicht ausschließlich von den Prämien locken lassen, sondern die Leistungspakete der Anbieter aufmerksam vergleichen.

Neue Kfz Versicherung abschließen und Prämie bekommen

Besonders lukrativ ist für viele Versicherungsnehmer ein Wechsel der Kfz Versicherung. Zum einen profitieren die Fahrzeughalter von günstigeren Tarifen und auf der anderen Seite locken verschiedene Anbieter zusätzlich mit attraktiven Prämien. Da die Kfz Versicherung grundsätzlich nur zu einem bestimmten Stichtag am 30. November gekündigt werden kann, sollten wechselwillige Versicherungsnehmer diesen Termin im Kalender vormerken. Bis zu 40 Euro Prämie zahlen einige Versicherungsunternehmen für den Abschluss einer Haftpflicht- oder Kaskoversicherung. Die Kündigung muss beim alten Anbieter spätestens am 30.11. vorliegen und sollte immer per Einschreiben verschickt werden. Von einem Sonderkündigungsrecht können Verbraucher Gebrauch machen, wenn der Anbieter beispielsweise eine Preiserhöhung ankündigt. In diesem Fall kann die Kfz Versicherung auch außerhalb der Frist gekündigt werden.

Prämien sichern bei Vergleichsportalen

Versicherung abschließen und Prämie bekommen kann auch über den Umweg eines Vergleichsportals erfolgen. Einige Versicherungsunternehmen honorieren Neuverträge nur, wenn der Abschluss auf diesem Weg erfolgt. Aus diesem Grund sollten sich wechselwillige Versicherungsnehmer vorab informieren, welche Unternehmen lukrative Prämien anbieten. Häufig handelt es sich um Direktversicherer, bei denen der Abschluss und die Schadensabwicklung online erfolgen. Wer nicht zwangsläufig den Versicherungsanbieter wechseln will, aber dennoch in den Genuss einer Prämie kommen will, hat die Möglichkeit beim eigenen Anbieter konkret nachzufragen. Bietet das Unternehmen eine Prämie für Neuverträge an, ist es für Bestandskunden oft möglich, einen zusätzlichen Rabatt für den bestehenden Vertrag auszuhandeln.

Leistungsvergleich vor dem Versicherungswechsel

Trotz attraktiver Prämien sollte vor dem Wechsel des Anbieters stets ein umfangreicher Leistungsvergleich stehen, bei dem neben den Konditionen auch der Leistungsumfang im Schadensfall und die Höhe der Selbstbeteiligung berücksichtigt werden müssen. Ansonsten kann es unter Umständen bei der Schadensregulierung zu einem bösen Erwachen kommen. Ist die Deckungssumme bei einer privaten Haftpflichtversicherung beispielsweise zu niedrig angesetzt, bleibt der Versicherungsnehmer auf den Kosten sitzen, die die Deckungssumme im Schadensfall übersteigen. Gleiches gilt für die Hausrat– und die Wohngebäudeversicherung. Auch hier muss auf die Höhe der Deckungssumme ein besonders Augenmerk gelegt werden. Wer mit einer Prämie für die Werbung eines Neukunden liebäugelt, sollte sich vorher auf den Webseiten des Unternehmens erkundigen, für welche Versicherungsarten ein Bonus gezahlt wird. Häufig beschränken die Versicherungsunternehmen diese Aktion auf einige ausgewählte Versicherungen, bei denen sich das Unternehmen im Wettbewerb unterrepräsentiert fühlt.

Krankenversicherung Türkei

Europäische Versicherungskarte reicht nicht

Zwischen Deutschland und der Türkei gibt es zwar ein Sozialversicherungsabkommen, allerdings ist ein Arztbesuch während einer Reise in das Land an einige Bedingungen geknüpft. Um in den Genuss einer kostenlosen Notfallversorgung während des Türkei-Urlaubs zu kommen, benötigen gesetzlich Versicherte einen Auslandskrankenschein, wie er für Nicht-EU-Länder üblich ist. Die europäische Krankenversicherungskarte reicht im Krankheitsfall nicht für eine ärztliche Behandlung vor Ort aus, wie die TK, die IKK und die DAK betonen. Diesen Krankenschein erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse und die Zusendung erfolgt nach einem Anruf auf dem Postweg. Mit diesem Formular müssen Sie bei einer Zweigniederlassung der türkischen Sozialversicherungsanstalt vorstellig werden und sich registrieren lassen. Erst nach Abschluss dieses Vorgangs können die Leistungen einer Klinik oder eines niedergelassenen Arztes in Anspruch genommen werden.

Krankenversicherung Türkei für Studenten

krankenversicherung turkeiStudenten, die ein oder mehrere Semester an einer türkischen Universität studieren, müssen bei der Immatrikulation einen Nachweis über eine gültige Krankenversicherung erbringen. Auch in diesem Fall genügt das Vorlegen der europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) nicht. Da mit dem Auslandskrankenschein lediglich eine kostenlose Notfallbehandlung abgedeckt wird, empfiehlt sich dringend der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung für die Dauer des Studiums. Mit dieser Police können privatärztliche Leistungen in der Türkei in Anspruch genommen werden. Die Gesundheitsversorgung in privaten Einrichtungen besitzt einen deutlich höheren Standard als in öffentlichen Einrichtungen. Darüber hinaus ist in einer Auslandskrankenversicherung der Krankenrücktransport nach Deutschland eingeschlossen. Bei einem Stipendium ist der Versicherungsschutz hingegen meist im Paketpreis enthalten.

Krankenversicherung in der Türkei für Rentner

Wer eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezieht, ist generell in der KVdR, der Krankenversicherung für Rentner, pflichtversichert. Zahlreiche Rentner entscheiden sich nach dem Erreichen des Rentenalters, den Lebensabend im mediterranen Klima an der türkischen Riviera oder an der türkischen Ägäis zu verbringen. Wird der Wohnort in die Türkei verlegt, bleibt die Pflichtmitgliedschaft in der KVdR bestehen. Voraussetzung ist, dass ausschließlich eine deutsche Rente bezogen wird und eine eventuell ausgeübte Tätigkeit in der Türkei von der Krankenversicherungspflicht im Land befreit ist. Für die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen benötigen Rentner einen Anspruchsausweis, der bei der Gesundheitseinrichtung vorgelegt werden muss.

Auslandskrankenversicherung für den Türkei-Urlaub

Türkei-Urlauber sollten vor der Reise in das Land am Bosporus nicht aus Kostengründen auf den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung verzichten. Mit dem Auslandskrankenschein ist lediglich eine Notfallbehandlung in einer öffentlichen Gesundheitseinrichtung während des Urlaubs abgedeckt. Eine privatärztliche Behandlung, kostspielige Medikamente und ein eventuell fälliger Krankenrücktransport in das Heimatland sind nicht eingeschlossen. Eine Auslandskrankenversicherung kann man bei den meisten Krankenkassen telefonisch oder online abschließen. Dabei ist es lediglich erforderlich, einige Formulare auszufüllen und das Dokument anschließend per Mausklick zur Bearbeitung an die Krankenkasse zu schicken. Die Kosten halten sich im Rahmen und liegen für eine dreiwöchige Urlaubsreise in der Regel bei weniger als 20 Euro pro Person.