Kfz Versicherung trotz Privatinsolvenz

Kfz Versicherung trotz Privatinsolvenz? Hier einfach  online abschließen. Personen, die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können, haben die Möglichkeit, den Weg der Privatinsolvenz zu beschreiten. Nach Beendigung dieses Verfahrens werden die Schulden annulliert und für die Betroffenen beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Die Insolvenz wird von drastischen Einschnitten in finanzieller Hinsicht begleitet. Darüber hinaus führt dieser Schritt zu einer überaus schlechten Bonität und das Abschließen von Verträgen ist für insolvente Personen nahezu unmöglich. Dessen ungeachtet stellt sich für viele Betroffene die Frage nach dem Abschluss einer Autoversicherung. Wer aus beruflichen Gründen auf ein Fahrzeug angewiesen ist, muss zumindest eine Haftpflichtversicherung abschließen, um das Auto im öffentlichen Straßenverkehr bewegen zu dürfen.

Drastische Einschnitte bei der Privatinsolvenz

Die Gründe für eine Überschuldung und der daraus resultierenden Insolvenz sind vielfältig. Oft können Kredite und laufende Kosten aufgrund von Scheidung, Arbeitslosigkeit oder eines Sterbefalls in der Familie nicht mehr bedient werden. Stellt sich heraus, dass die Überschuldung ein unzumutbares Ausmaß angenommen hat, bleibt nur noch die Privatinsolvenz als letzter Ausweg. Die Betroffenen müssen während dieses mehrjährigen Zeitraumes sämtliche Einnahmen, die oberhalb der Pfändungsfreigrenze liegen, zur Schuldentilgung abgeben. Hinzu kommt, dass alle Wertgegenstände und sämtliche Vermögenswerte zur Tilgung der Schulden eingesetzt werden müssen. Generell gehört auch das eigene Auto zur Insolvenzmasse und wird verkauft. Ausnahmen gibt es nur, wenn das Fahrzeug zur Ausübung des Berufs benötigt wird. In diesem Fall wird das Auto aus der Insolvenzmasse herausgelöst und wird nicht veräußert. Für die Betroffenen stellt sich nun die Frage nach einer Autoversicherung trotz Insolvenz.

 

Autoversicherung trotz Insolvenz

Der Abschluss einer Autoversicherung trotz Insolvenz ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die Versicherer knüpfen in der Regel mehrere Bedingungen an die Bewilligung eines Antrags. Grundsätzlich können insolvente Privatpersonen nur eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Den Abschluss einer Kasko-Versicherung lehnen die meisten Anbieter ab. Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung handelt es sich um eine Pflichtversicherung, die gesetzlich vorgeschrieben ist und ohne die kein Fahrzeug am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen darf. Sie kommt für folgende Schäden auf, die Sie mit Ihrem eigenen Auto anderen Verkehrsteilnehmern zufügen:

  • Personenschäden
  • Vermögensschäden
  • Sachschäden

Da die Beiträge für eine Autoversicherung das ohnehin stark reduzierte Budget während einer Insolvenz zusätzlich belasten, sollten Sie vor dem Vertragsabschluss einen Vergleich anstellen. Der Pfändungsfreibetrag liegt für eine Einzelperson bei nicht einmal 1.100 Euro monatlich. Jeder Euro, der durch die geschickte Auswahl eines Anbieters eingespart werden kann, steht zur Begleichung der monatlichen Fixkosten zur Verfügung.

Bedingungen der Versicherer für eine Autoversicherung trotz Insolvenz

Die Versicherer knüpfen den Abschluss einer Autoversicherung trotz Insolvenz an eine Reihe von Bedingungen. Der Grund liegt in der schlechten Bonität von insolventen Privatpersonen, die gezwungen sind, einen Offenbarungseid zu leisten. Grundsätzlich sind Versicherer nur zum Vertragsabschluss bereit, wenn der Kfz-Besitzer die Beiträge per Vorkasse entrichtet. Optionen wie eine halb- oder vierteljährliche Zahlweise stehen insolventen Versicherungsnehmern nicht zur Auswahl. Der gesamte Jahresbeitrag muss mit einer Einmalzahlung beglichen werden. Als Alternative akzeptieren einige Anbieter eine Kaution, die an den Versicherer gezahlt werden muss. Ein weiteres Ausschlusskriterium bezieht sich auf bestimmte Personengruppen. In der Regel wird der Antrag abgelehnt, wenn es sich bei Autobesitzer um eine Person handelt, die einer bestimmten Risikogruppe wie Fahranfängern angehört. In diesem Fall kann gegebenenfalls ein Familienmitglied als Antragsteller in Erscheinung treten, denn Fahrzeughalter und Versicherungsnehmer müssen nicht zwingend identisch sein.

Tierhalterhaftpflichtversicherung

Tierhalterhaftpflichtversicherung – Rundumschutz für Hunde- und Pferdeliebhaber

Haustiere erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. In rund 50 Prozent aller Haushalte gehören Hund, Katze, Wellensittich oder Schildkröte zu den tierischen Mitbewohnern. Während sich Besitzer von Kaninchen, Hamstern und Vögeln kaum Gedanken über die Risiken machen müssen, die von den Tieren ausgehen, tragen Hunde- und Pferdebesitzer eine deutlich höhere Verantwortung. Kommt es durch das Verhalten der Tiere zu einem Sachschaden oder werden Personen geschädigt, haften die Halter im Ernstfall mit ihrem gesamten Vermögen. Der Abschluss einer Tierhalterhaftpflichtversicherung bewahrt die Eigentümer vor einem finanziellen Verlust und ist Ausdruck eines verantwortungsbewussten Handelns.

Hundehaftpflicht zur Risikoabsicherung

Hundehalter unterschätzen nicht selten die Gefahren, die von ihrem vierbeinigen Gefährten ausgehen. Verursacht das Haustier durch ein unkontrolliertes Überqueren der Fahrbahn einen Verkehrsunfall, muss der Halter nach gültiger Rechtslage für den gesamten Schaden aufkommen. Gleiches gilt für den Fall, dass Menschen durch das Verhalten des Tieres zu Schaden kommen. Eine unvorhergesehene Beißattacke, bei der ein Betroffener einen körperlichen Schaden erleidet, kann schlimmstenfalls Kosten in Millionenhöhe verursachen. Die Hundehaftpflicht springt in diesen Fällen ein und übernimmt die Kosten in voller Höhe. Die Leistungen beziehen sich auf Sach-, Vermögens- und Personenschäden. Während bei einem Sachschaden die Schadenshöhe vergleichsweise schnell beziffert werden kann, ist die Ermittlung der Schadenshöhe bei Personenschäden komplizierter. Zieht das Verhalten des Hundes eine dauerhafte körperliche Beeinträchtigung nach sich, können sich die finanziellen Forderungen unter Berücksichtigung des Verdienstausfalls und einer eventuellen Berufsunfähigkeit zu Beträgen im sechs- oder siebenstelligen Bereich summieren.

Pferdehaftpflicht für Pferdebesitzer

Zahlreiche Pferdeliebhaber verwirklichen sich ihren persönlichen Lebenstraum mit der Anschaffung eines eigenen Pferdes. Stolze Pferdebesitzer dürfen jedoch nicht die Risiken außer Acht lassen, die die Haltung der Tiere mit sich bringt. Für Schäden, die das Pferd verursacht, haftet der Halter vollumfänglich mit seinem Vermögen. Bricht ein Tier beispielsweise aus der Koppel aus und ist nach dem Kreuzen einer Straße für einen Verkehrsunfall verantwortlich, machen die Geschädigten finanzielle Forderungen gegen den Halter geltend. Bei Personenschäden, die etwa durch das Ausschlagen des Tieres mit den Hinterbeinen entstehen, kann die Schadenssumme in die Millionen gehen. Wirkungsvollen Schutz bietet eine Pferdehaftpflichtversicherung, die bei entsprechend hoher Deckungssumme für die Kosten aufkommt. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass Schäden an Mietställen und ein Eigenschaden an Reitbeteiligungen in der Pferdehaftpflicht mitversichert sind. Wenn das Pferd regelmäßig an Reitturnieren teilnimmt, sollte auch dieser Umstand in den Versicherungsbedingungen berücksichtigt werden.

Leistungen der Tierhalterhaftpflichtversicherung

Die Leistungen der Tierhalterhaftpflicht schließen eine Kostenübernahme für Sach-, Vermögens- und Personenschäden ein. Die Bedeutung dieser Risikovorsorge zeigt sich unter anderem in der Tatsache, dass Hundebesitzer in einigen Bundesländern per Gesetz zum Abschluss einer Hundehaftpflicht verpflichtet sind. Eingeschlossen ist bei diesen Tierhalterhaftpflichtversicherungen in der Regel ein ungewollter Deckakt. Die Versicherung kommt in diesem Fall für die Tierarztkosten und für die Kosten, die bei einer Welpenaufzucht entstehen, auf. Pferdebesitzer sind für den Fall abgesichert, dass das Pferd Schäden an Transportfahrzeugen, gemieteten Ställen und Personen verursachen. Auch Verletzungen, die das Pferd anderen Tieren zufügt, sind in der Regel versichert. Insbesondere bei Turnierpferden sollte diese Klausel nicht im Vertrag fehlen. Kommt ein anderes Turnierpferd durch das Verhalten des Tieres zu Schaden und kann anschließend nicht mehr an Wettbewerben teilnehmen, kommen auf die Halter unter Umständen hohe Schadensersatzansprüche zu. Darüber hinaus wirkt dieser Vertragsbestandteil einem Haftungsausschluss bei Reitturnieren entgegen.

Versicherungssumme und Beitragshöhe

Die Höhe der Versicherungssumme spielt beim Abschluss einer Tierhalterhaftpflichtversicherung eine große Rolle. Keinesfalls sollte die Summe aus Kostengründen zu niedrig angesetzt werden. Die Versicherungssumme bezeichnet den Betrag, für den die Versicherung maximal bei einem durch ein Tier verursachten Schaden aufkommt. Wurde die Deckungssumme zu niedrig gewählt, kommt der Halter für jeden Euro, der über dem Schadensbetrag liegt, selbst auf. Die Haftung erstreckt sich auf das komplette Vermögen sowie auf das Einkommen bis zur Pfändungsobergrenze. Die Höhe der Versicherungsprämie können Tierhalter selbst beeinflussen, indem Aspekte wie die Zahlungsweise und die Selbstbeteiligung berücksichtigt werden. Mit einem Rabatt locken einige Anbieter Tierhalter, die mehrere Tiere bei der Gesellschaft versichern.

Versicherungen für ein Ladengeschäft

Wer ein Ladengeschäft im Einzel- oder Großhandel betreibt, benötigt als Risikovorsorge die passenden Versicherungen. Art und Umfang des Versicherungsschutzes richten sich nach den individuellen Erfordernissen. Jedes Einzelhandelsgeschäft benötigt eine individuelle Absicherung, die sich aus verschiedenen Bauteilen zusammensetzt. Der Warenbestand bindet in der Regel einen erheblichen Anteil des eingesetzten Kapitals und damit die Grundlage des künftigen Einkommens. Aus diesem Grund muss das Inventar entsprechend geschützt werden.

Elementarer Versicherungsschutz: Betriebsinhaltsversicherung

Die Betriebsinhaltsversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen für Betreiber eines Ladengeschäftes. Um den Kunden ein bedarfsgerechtes Warenangebot präsentieren zu können, sind Lagerbestände erforderlich. Unabhängig davon, ob sich der Warenbestand im Verkaufsraum oder in einem Lager befindet, ist ein Verlust der Waren mit einem hohen finanziellen Risiko verbunden. Werden die Produkte beschädigt oder zerstört, kommt die Betriebsinhaltsversicherung für den finanziellen Schaden auf. Sie gehört zu den Sachversicherungen und übernimmt Schäden an der Ware, die durch Brand, Sturm, Hagel, Leitungswasser oder Einbruchdiebstahl verursacht werden. In hochwassergefährdeten Gebieten bietet sich eine Ergänzung des Versicherungsschutzes um Elementarschäden an.

 

Betriebshaftpflichtversicherung

Die Betriebshaftpflichtversicherung schützt Inhaber eines Ladengeschäftes vor den finanziellen Folgen, die durch einen Schaden an Dritten entstehen können. Verursacht der Ladenbesitzer oder einer seiner Angestellten einen Sach- oder Personenschaden im Rahmen der beruflichen Tätigkeit, haftet der Verursacher im Ernstfall mit seinem gesamten Vermögen. Die Versicherer bieten einen maßgeschneiderten Versicherungsschutz für jede Branche an, der sich an den Risiken im Geschäftsbetrieb orientiert. Wer zusätzlich zm Ladengeschäft einen Online-Handel betreibt, sollte darauf achten, dass Internetschäden im Versicherungspaket eingeschlossen sind. In einigen Branchen ist die Produkthaftpflichtversicherung ein wichtiger Baustein. Sie kommt für den finanziellen Schaden auf, der einem Kunden durch ein mangelhaftes Produkt entsteht. 

Gewerberechtsschutz – Baustein der Rechtsschutzversicherung

Gerichtliche Auseinandersetzungen, die aus einer Geschäftsbeziehung zwischen Ladenbesitzer und Kunde, Mitarbeiter oder Vermieter hervorgehen, können überaus teuer werden. Selbst, wenn es zu einer außergerichtlichen Einigung kommt, entstehen in der Regel hohe Kosten. Zur Wahrung Ihrer Interessen im Rahmen von Rechtsstreitigkeiten ist der Abschluss einer Gewerberechtsschutzversicherung eine sinnvolle Investition. Zuweilen passieren im Arbeitsalltag unbeabsichtigt Fehler, die einen Rechtsstreit zur Folge haben. Mit einem Gewerberechtsschutz sind Sie auf der sicheren Seite, denn die Versicherung kommt für Anwalts- und Gerichtskosten, Kosten für Sachverständige und Gutachten, Kosten für die Zeugenvernehmung sowie für mögliche Kautionen auf. In der Regel kann eine bestehende Rechtsschutzversicherung um den Baustein Gewerberechtsschutz ergänzt werden, ohne dass ein Neuabschluss erforderlich wird.

Transportversicherung für den Warentransport

Für Ladenbesitzer, die mit hochwertigen Konsumgütern handeln, kann der Abschluss einer Transportversicherung sinnvoll sein. Sie übernimmt den finanziellen Schaden, der auf einem Transport der Güter vom Herstellungs- oder Lagerort zum Einzelhandelsgeschäft entstehen kann. Im Versicherungsschutz enthalten sind finanzielle Schäden, die durch einen Diebstahl, eine unsachgemäße Lagerung der Ware während des Transports und durch einen Unfall des Transportfahrzeugs entstehen. In der Praxis übernimmt die Versicherung die Kosten, die für eine Reparatur anfallen. Bei einem Totalschaden leistet die Versicherung Schadensersatz bis zur vollständigen Höhe der vereinbarten Versicherungssumme. Bei hochwertigen Konsumgütern sollte die Deckungssumme nicht zu niedrig gewählt werden.

 

Betriebsausfallversicherung

Unter bestimmten Umständen kann der Abschluss einer Betriebsausfallversicherung sinnvoll sein. Wird das Ladengeschäft, die Ladeneinrichtung oder das Warensortiment durch eine Naturkatastrophe wie Sturm, Hagel oder Hochwasser schwer beschädigt, ist eine zeitweise Schließung des Geschäftes meist unumgänglich. In diesem Fall können die Besitzer ihrer beruflichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen und erleiden demzufolge einen Verdienstausfall. Den finanziellen Verlust, der durch die zwangsweise Schließung des Ladenlokals entsteht, fängt die Betriebsausfallversicherung auf. Die Höhe der Versicherungsleistung wird auf der Grundlage der Jahresbilanz des Geschäftes errechnet. Erstattet wird in diesem Fall der tatsächliche Verlust durch die Umsatzeinbußen.

Tarifvergleich

Sterbegeldversicherung abschließen

Sterbegeldversicherung – Risikovorsorge für den Todesfall

Eine Sterbegeldversicherung ist eine verantwortungsvolle Risikovorsorge. Im Falle eines Ablebens des Versicherungsnehmers wird eine festgelegte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen ausgezahlt, die zur Finanzierung der Bestattung und der Trauerfeierlichkeiten eingesetzt wird. Mit dem Abschluss einer Sterbegeldversicherung werden die Angehörigen vor einer außergewöhnlichen finanziellen Belastung geschützt, denn eine Beerdigung und die anschließende Grabpflege können Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro verursachen. Seit dem Wegfall des Sterbegeldes für gesetzlich Versicherte im Jahr 2004 gewinnt die private Risikovorsorge in Form einer Sterbegeldversicherung zunehmend an Bedeutung.

Wartezeiten bei der Sterbegeldversicherung

Beim Abschluss einer Sterbegeldversicherung müssen die Versicherungsnehmer berücksichtigen, dass die meisten Unternehmen den Versicherungsschutz nur inklusive Wartezeit anbieten. Bei der Wartezeit handelt es sich um eine bestimmte Frist, die verstreichen muss, bevor die Leistungen in Anspruch genommen werden können. Dabei kann es sich um einen Zeitraum von einigen Monaten oder mehreren Jahren handeln. Maßgeblich beeinflusst wird die Länge der Wartezeit durch das Eintrittsalter des Versicherten. Verstirbt der Versicherungsnehmer vor Ablauf der festgesetzten Frist, zahlt die Versicherung in der Regel nur die eingezahlten Beiträge aus. Wer sich für eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit entscheidet, muss generell den Nachweis über eine Gesundheitsprüfung erbringen. Zu diesem Zweck muss ein vorbereiteter Fragenkatalog abgearbeitet werden, der den Versicherern als Grundlage für eine Risikoanalyse dient.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Für eine Beerdigung können Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro entstehen. Neben der Trauerzeremonie müssen der Grabstein, Trauerkarten, Blumengebinde und Erbscheine bezahlt werden. Als realistisch gilt für eine Bestattung in Deutschland ein Betrag zwischen 4.000 und 5.000 Euro. Soll auch die mehrjährige Grabpflege über die das Sterbegeld abgedeckt werden, erhöht sich die Versicherungssumme entsprechend. Trotz der der Trauer um einen geliebten Menschen müssen sich die Hinterbliebenen mit diesen Punkten auseinandersetzen, denn in Deutschland gibt es eine Pflicht zur Bestattung. Bereits bei Vertragsabschluss ist darauf zu achten, dass ein feststehender Auszahlungsbetrag in die Police eingetragen wird. Auf diese Weise herrscht für die Angehörigen Klarheit, ob die Gesamtkosten durch die Auszahlungen abgedeckt sind.

Höchstalter für den Abschluss einer Sterbegeldversicherung

Mehrheitlich haben die Unternehmen der Versicherungswirtschaft eine Höchstgrenze für den Abschluss einer Sterbegeldversicherung festgelegt. Bei den meisten Anbietern liegt die Obergrenze bei 75 Jahren. Das Alter des Versicherungsnehmers beeinflusst maßgeblich die Höhe der Beiträge. Wer sich bereits in jungen Jahren für diese Risikovorsorge entscheidet, zahlt deutlich weniger als ein Arbeitnehmer, der kurz vor dem Renteneintritt steht. Darüber hinaus besteht bei vielen Anbietern die Möglichkeit, die Beitragszahldauer individuell auszuhandeln. In der Praxis entscheiden sich viele Versicherungsnehmer für das 65. oder 70. Lebensjahr als Obergrenze, sofern die definierte Versicherungssumme zu diesem Zeitpunkt in Form von Beitragszahlungen erreicht wurde. Nach dem Erreichen der Obergrenze wird die Police beitragsfrei gestellt und der Versicherungsschutz bleibt bis zum Ableben des Versicherungsnehmers in vollem Umfang erhalten.

Leistungsbindung und Zinsgewinne

Vor dem Abschluss einer Sterbegeldversicherung sollte Klarheit über eine eventuell vorhandene Leistungsbindung bestehen. Damit wird die Verwendung des Geldes bereits vor dem Tod des Versicherten geregelt und ist an exakt definierte Bedingungen gebunden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn nur ein bestimmtes Bestattungsunternehmen mit der Beerdigung beauftragt werden darf. Eine Sterbegeldversicherung kann über einen Zeitraum von mehreren Jahren Zinsgewinne erwirtschaften, da die Versicherer die Beiträge anlegen. Wie bei der klassischen Kapitallebensversicherung gibt es auch beim Sterbegeld eine Überschussbeteiligung, die den Hinterbliebenen zugutekommt. Die Auszahlung der erwirtschafteten Überschüsse erfolgt zusammen mit der Versicherungssumme. Allerdings sollte die Kalkulation für die Versicherungssumme nicht auf unvorhersehbaren Gewinnen beruhen, da diese Variante stark risikobehaftet ist. Die volle Höhe der Versicherungssumme sollte auf jeden Fall durch Beitragszahlungen erreicht werden. Ansonsten reicht das Geld im ungünstigsten Fall nicht, um sämtliche Kosten für die Bestattung zu begleichen.

Vergleichsrechner Sterbegeldversicherung

Versicherungsleads kaufen

Die Gewinnung von Neukunden spielt in der Versicherungsbranche eine wichtige Rolle. Kaltakquise ist ein mühseliges Unterfangen und nicht jeder potenzielle Kunde empfindet eine unaufgeforderte Ansprache als eine Bereicherung. Anders verhält es sich mit Personen, die bereits Interesse an bestimmten Versicherungsprodukten gezeigt haben und auf eine Beratung Wert legen. Vertreter dieser Zielgruppe können mit den passenden Produkten überzeugt werden und sind eher zur Vertragsunterzeichnung bereit, wenn die Rahmenbedingungen den Vorstellungen entsprechen. Qualitativ hochwertige Kundenkontakte sind für Finanzberater ein wichtiges Kapital. Im Internet bieten einige Finanzplattformen die Möglichkeit an, Versicherungsleads zu kaufen.

Versicherungslead: Hochwertiger Kundenkontakt aus dem Online-Bereich

Der Begriff Lead stammt aus dem Online-Marketing und bezeichnet einen Kundenkontakt. Vorausgegangen ist eine aktive Handlung des Besuchers einer Webseite, bei der persönliche Kontaktdaten preisgegeben wurden. Der Entschluss, persönliche Daten zur Verfügung zu stellen, beruht in der Praxis häufig auf einer erfolgreichen Werbekampagne oder erfolgt, weil der Interessent nähere Informationen zu bestimmten Produkten benötigt. Dabei kann es sich um Waren oder Dienstleistungen handeln.

Der Kontaktaufnahme liegt in der Regel ein konkretes Bedürfnis zugrunde. Im Versicherungsbereich fühlen sich Interessenten entweder unterversorgt oder sie sind auf der Suche nach günstigeren Alternativversicherungen. Hochwertige Leads bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Finanzberatung, da die Interessenten einen konkreten Bedarf haben. Personen, die keinen Handlungsbedarf sehen, an der gegenwärtigen Situation etwas zu ändern, werden auch nach einem professionellen Beratungsgespräch nicht zum Abschluss eines neuen Versicherungsvertrages zu bewegen sein.

Qualitative Unterscheidung von Versicherungsleads

Kundenkontakte im Versicherungsbereich werden generell in fünf verschiedene Kategorien eingeteilt. Nachdem Interessenten von sich aus den Kontakt hergestellt haben, erfolgt die Sortierung der Leads und eine Überprüfung der Daten auf Korrektheit. Anschließend werden die Kundenkontakte qualifiziert und in folgende Gruppen eingeteilt:

  • Potenzieller Interessent: antwortet auf eine Werbeanzeige oder Marketing-Kampagne und trägt seine Kontaktdaten in ein Online-Formular ein
  • Gesprächsbereiter Interessent: tritt mit einem Anbieter in Kontakt, um nähere Informationen zu Versicherungen zu erhalten
  • interessierter User: bringt sein Interesse an einer bestimmten Versicherung zum Ausdruck und signalisiert die Bereitschaft zum Vertragsabschluss
  • Konkretes Bedürfnis: ein Seitenbesucher hat erkannt, dass die angebotenen Versicherungen seinem Bedürfnis entsprechen und eine Versorgungslücke schließen
  • abschlussbereiter Kunde: basierend auf der Erkenntnis, dass eine Versicherung einen echten Mehrwert darstellt, unterzeichnet er den Vertrag

In der Praxis wird zwischen den Bereichen B2B (Business to Business) und B2C (Business to Consumer) unterschieden, wobei die Qualifizierung der Versicherungsleads leicht abweichen kann.

Versicherungsleads kaufen bei Finanz- und Versicherungsportalen

Stark frequentierte Finanz- und Versicherungsportale verzeichnen wöchentlich eine hohe Anzahl an Kundenanfragen und verfügen damit über unzählige Versicherungsleads. Diese Kundenkontakte werden zum Verkauf angeboten, wobei in der Praxis zwischen zwei Varianten unterschieden wird: Leads auf Bestellung und Leadbörse mit mobiler App. Sofern sich Finanzberater entscheiden, Versicherungsleads auf Bestellung zu kaufen, können die Region, die Sparte und die Anzahl der Kundenkontakte vom Käufer festgelegt werden. Durch die Auswahlkriterien erfolgt eine Eingrenzung des potenziellen Kundenkreises, was eine gezielte Ansprache von Interessenten möglich macht. Die gleichen Eingrenzungen können bei der mobilen Variante vorgenommen werden. Der Unterschied besteht darin, dass eine Sofortbenachrichtigung des Käufers erfolgt, sobald ein neuer Interessent seine Kontaktdaten zur Verfügung gestellt hat. Der Finanzberater kann nun entscheiden, ob der Versicherungslead sofort gekauft wird oder ob ein automatischer Kauf per Gebotsabgabe erfolgen soll.

Zahnzusatzversicherung

Zahnzusatzversicherung – sinnvolle Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung

Gesunde und gepflegte Zähne sind Ihre persönliche Visitenkarte. Ein gepflegtes Zahnbild besitzt eine positive Wirkung auf das Umfeld und ist die Grundlage für ein positives Lebensgefühl. Im Laufe eines Lebens ist es unvermeidlich, dass Behandlungen an den Zähnen erforderlich sind. Während eine oberflächliche Karies leicht mit einer Füllung behandelt werden kann, sind bei einer Erkrankung der Zahnwurzel tief greifendere Maßnahmen erforderlich. Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben in den zurückliegenden Jahren die Leistungen für die Zahnbehandlung kontinuierlich zurückgefahren. Eine Zahnzusatzversicherung ist aus diesem Grund eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Versicherungsschutz.

Zahnzusatzversicherung

Zahnzusatzversicherung für gesetzlich Versicherte

Die Zahnzusatzversicherung ist eine Form der Krankenversicherung, mit deren Hilfe sich gesetzlich Versicherte gegen die Kosten für Zahnbehandlungen absichern. Welche Leistungen von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden, ist in den Vorschriften zur Regelversorgung beschrieben. Grundlage für die Übernahme von Behandlungskosten bildet der zahnärztliche Befund. Handelt es sich um eine Füllung, werden von der Krankenkasse beispielsweise nur die Kosten für eine Amalgamfüllung, nicht aber für ein Inlay oder für eine Keramikfüllung übernommen. Gleiches gilt unter anderem für eine professionelle Zahnreinigung. An dieser Leistung beteiligen sich die meisten Kassen lediglich mit einem Sockelbetrag. Die Zahnzusatzversicherung fängt diese Kosten auf und erstattet den Patienten den vollen Betrag für die Behandlung.

Leistungen der Zahnzusatzversicherung

Zahlreiche Zahnbehandlungen sind überaus kostspielig und können das Budget von gesetzlich versicherten Personen stark strapazieren. Muss ein Zahn beispielsweise durch ein Implantat ersetzt werden, können Kosten von mehreren Tausend Euro entstehen. Die Zahnzusatzversicherung kommt für diese Kosten vollumfänglich auf und ersetzt darüber hinaus die Kosten für Wurzelbehandlungen, das Überkronen von Zähnen und für eine professionelle Zahnreinigung. Zusätzlich übernimmt diese Versicherung komplett oder anteilig die Kosten für Zahnersatz und für Maßnahmen, die vom Kiefernorthopäden ergriffen werden. Allein das Anfertigen und Einsetzen einer Brücke verschlingt in der Regel einen vierstelligen Betrag. Am kostspieligsten ist das Einsetzen eines Zahnimplantats. Für diesen Eingriff kommt die gesetzliche Krankenversicherung nicht auf und bei einer fehlenden Zahnzusatzversicherung tragen die Patienten diesen Kostenblock allein.

Versicherungsprämien und Wartezeiten

Die Höhe der Versicherungsprämie für eine Zahnzusatzversicherung richtet sich nach dem Alter des Antragstellers und dem Zustand des Zahnbildes. Zwar zahlen Versicherungsnehmer in jungen Jahren geringere Beiträge, allerdings werden Leistungen bis zu einem Alter von 40 Jahren nur selten in Anspruch genommen. Ab diesem Alter sollten gesetzlich Versicherte ernsthaft über den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung nachdenken, wobei der Zustand der Zähne berücksichtigt werden muss. Bei jeder Versicherung müssen Wartezeiten beachtet werden, bevor Leistungen in Anspruch genommen werden können. Diese liegen bei den meisten Anbietern zwischen drei und acht Monaten. Darüber hinaus werden die Kosten für Zahnbehandlungen in den ersten 3-5 Jahren nur bis zu einer bestimmten Obergrenze übernommen, die von Versicherer zu Versicherer variiert. Eine komplette Gebisssanierung ist in diesem Zeitraum nicht möglich. Für Zahnzusatzversicherungen mit einem umfangreichen Anfangsschutz werden höhere Beiträge fällig.

Gesundheitsprüfung vor dem Vertragsabschluss

Bevor ein Versicherer einen Antrag auf eine Zahnzusatzversicherung bewilligt, wird mehrheitlich eine Gesundheitsüberprüfung verlangt. Zu diesem Zweck müssen die Antragsteller einen Fragebogen ausfüllen. Zahnprobleme dürfen in diesem Formular keinesfalls verheimlicht oder bagatellisiert werden. Bewusste Falschaussagen zum Zustand der Zähne können zu einer fristlosen Kündigung des Versicherungsvertrages durch den Anbieter führen. Wurden bereits Leistungen in Anspruch genommen, kann der Versicherer die Kosten zurückfordern. Hat der Anbieter Zweifel am Wahrheitsgehalt der Angaben, kann er Erkundigungen bei Zahnarzt einholen und sich über den Zustand der Zähne informieren. In Einzelfällen kann es zu einer Ablehnung des Antrags auf eine Zahnzusatzversicherung durch den Anbieter kommen. Dies ist der Fall, wenn kurzfristig anstehende Behandlungskosten den üblichen Rahmen sprengen.

Altersvorsorge mit der private Rentenversicherung

Einmal im Jahr erhalten Millionen Bundesbürger Post von der Deutschen Rentenversicherung. In dem Schreiben teilt die Behörde den Empfängern die Höhe der bereits erworbenen Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenkasse und die voraussichtliche Auszahlung im Rentenalter mit. Bei den meisten Betroffenen macht sich schnell Ernüchterung breit, denn bereits heute steht fest: Die Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden nicht ausreichen, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Private Vorsorge ist in der Gegenwart wichtiger denn je, um die Versorgungslücke zu schließen.

Versorgungslücke im Rentenalter

Zur finanziellen Absicherung im Alter bildet die gesetzliche Rentenversicherung nur eine Säule. Längst ist den meisten Versicherten klar, dass die Zahlungen nicht ausreichen werden, um sorgenfrei den wohlverdienten Ruhestand zu genießen. Ein Grund dafür liegt in der demografischen Entwicklung in Deutschland. Zur Jahrtausendwende waren noch rund 42 Millionen Menschen erwerbstätig. Demografen gehen davon aus, dass es im Jahr 2050 nur noch rund 30 Millionen sein werden. Eine Steigerung des Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung auf bis zu 24 Prozent schließen die meisten Experten nicht mehr aus. Regierungsbeschlüsse wie die Einführung der Rente mit 63 und die Mütterrente belasten die Rentenkassen zusätzlich und tragen zum Abschmelzen der Überschüsse bei.

Private Altersvorsorge: Rürup Rente für Selbstständige

Ein privates Vorsorgemodell für Selbstständige und Freiberufler ist die Rürup Rente. Sie wurde im Jahr 2005 eingeführt, um Angehörige dieser Berufsgruppen die Gelegenheit zu geben, mit einer privaten Rentenversicherung die Versorgungslücke im Alter zu schließen. Die Rürup Rente wird staatlich bezuschusst und soll Anreize schaffen, ein finanzielles Polster für den Ruhestand anzulegen. Grundlage der Überlegungen war die Meinung, dass jeder Bundesbürger, der der Einkommenssteuerpflicht unterliegt, Anspruch auf eine staatliche Förderung besitzt. Für die Rürup Rente spricht die Steuerersparnis für Selbstständige, da die Beiträge am Jahresende als Sonderausgaben geltend gemacht werden können. Für Alleinstehende liegt die Obergrenze bei 20.000 Euro und für Verheiratete beim doppelten Betrag. In voller Höhe kann der Betrag allerdings erst im Jahr 2025 abgesetzt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt erfolgt eine stufenweise Anpassung.

Riester-Rente für Arbeiter und Angestellte

Arbeitnehmer in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis profitieren bei der Riester-Rente von staatlichen Zuschüssen. Wenn mindestens vier Prozent des verfügbaren Jahreseinkommens in einen derartigen Rentenvertrag fließen, beteiligt sich der Staat mit einem Zuschuss in Höhe von 154 Euro. Besonders Familien profitieren überdurchschnittlich stark von dieser Form der privaten Rentenversicherung, denn pro Kind erhöht sich der Zuschuss um 300 Euro im Jahr. Die Untergrenze für die Einzahlung in einen Rentenvertrag nach dem Riester-Modell liegt bei 60 Euro. Auf dem Markt gibt es zahlreiche unterschiedliche Riester-Produkte. Vor der Vertragsunterzeichnung sollten sich die Versicherungsnehmer vergewissern, dass das Produkt zertifiziert ist.

Höhere Rente durch die betriebliche Altersvorsorge

Eine Säule der finanziellen Vorsorge für den Ruhestand ist die betriebliche Altersvorsorge. In diesem Fall bezuschusst der Arbeitgeber den Sparplan des Arbeitnehmers. In der Praxis behält der Arbeitgeber einen Teil des Gehalts ein und zahlt den Betrag in ein Sparprodukt ein. Ob es sich dabei um eine klassische Rentenversicherung, einen Bausparvertrag oder einen fondsgebundenen Sparplan handelt, entscheidet der Arbeitnehmer selbst. Für den Arbeitgeber hat die betriebliche Altersvorsorge den Vorteil, dass anteilig keine Sozialabgaben für den monatlichen Sparbetrag gezahlt werden müssen. Darüber hinaus spielt der Sicherheitsaspekt für viele Arbeitnehmer eine große Rolle. Die eingezahlten Beträge aus der betrieblichen Altersvorsorge sind selbst bei einer Insolvenz des Unternehmens sicher und werden mit dem Erreichen des Rentenalters an den Versicherungsnehmer ausgezahlt.

Rentenversicherung für Geringverdiener und Minijobber

Auch, wer in Teilzeit arbeitet oder als Minijobber seinen Lebensunterhalt verdient, hat Anspruch auf staatliche Zulagen, sofern Einzahlungen in eine private Rentenversicherung erfolgen. Nachteile müssen diese Berufsgruppen auch dann nicht befürchten, wenn ein Teil des monatlichen Gehalts für die betriebliche Altersvorsorge einbehalten wird. Anwartschaften bleiben auch dann erhalten, wenn die Beschäftigten bereits vor dem Erreichen des Rentenalters aus dem Unternehmen ausscheiden. Wer von Minijobs lebt, kann Versicherungsfreiheit in Anspruch nehmen. Sofern sich die Beschäftigten gegen diese Möglichkeit entscheiden, wird die Zeit als Versicherungszeit angerechnet. Diese Regelung trägt dazu bei, die gesetzlich festgelegte Mindestversicherungszeit zu erreichen.

Private Krankenversicherung

Facharztbehandlung ohne Überweisung, Einzelzimmer in der Klinik und ein individuell vereinbarter Leistungskatalog machen die private Krankenversicherung attraktiv. Knapp 9 Millionen Deutsche sind privat krankenversichert. Besonders für gut verdienende Arbeitnehmer ist diese Variante interessant, denn in jungen Jahren sind die Beiträge deutlich niedriger als bei der gesetzlichen Krankenkasse. Der Grund liegt in der Umlagenfinanzierung der GKV, die auf de Prinzip der Solidargemeinschaft beruht. In der privaten Krankenkasse handelt jeder Versicherte seinen Vertrag individuell aus und entscheidet sich für einen auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmten Leistungskatalog.

Wer kann sich privat versichern?

Der Zugang zur privaten Krankenversicherung steht nicht allen Personen offen. Einkommensunabhängig können sich folgende Berufsgruppen versichern:

  • Selbstständige
  • Freiberufler
  • Studenten
  • Beamte

Sobald sich Vertreter dieser Berufsgruppen von der Versicherungspflicht befreien lassen, kann der Wechsel in die PKV erfolgen. Darüber hinaus können auch Arbeitnehmer, die sich in einem sozialversicherungspflichtigen Angestelltenverhältnis befinden, in die private Krankenversicherung wechseln. Voraussetzung dafür ist das Überschreiten einer Jahreseinkommensgrenze, die derzeit bei 56.250 Euro brutto liegt. Die Entgeltgrenze wird in unregelmäßigen Abständen angepasst, wobei die durchschnittliche Einkommensentwicklung in Deutschland zugrunde gelegt wird. Personen, die nach einer Anpassung wieder unter die Bemessungsgrenze fallen, sind verpflichtet, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln.

Beitragsermittlung bei der privaten Krankenversicherung

Die Höhe der Beiträge hängt bei der privaten Krankenversicherung nicht vom gesetzlich festgelegten Prozentsatz, sondern vom Alter und vom gewählten Leistungsumfang ab. Jeder Versicherungsnehmer handelt mit der Kasse einen individuellen Vertrag aus, in dem die einzelnen Leistungen definiert werden. Darüber hinaus spielt der Gesundheitszustand der Versicherten eine Rolle. In der Regel verlangen die Krankenkassen vor der Aufnahme eine Gesundheitsprüfung. Bei schwerwiegenden Vorerkrankungen kann der Antrag abgelehnt werden oder es wird ein Aufschlag auf die monatliche Versicherungsprämie fällig. Mit zunehmendem Alter steigen die Beiträge in der privaten Krankenversicherung. Grund dafür sind steigende Kosten bei der Gesundheitsversorgung. Um langjährig Versicherten trotzdem akzeptable Beitragssätze bieten zu können, bilden die Krankenkassen Altersrückstellungen. Wer in Erwägung zieht, aus Kostengründen im Alter die Krankenkasse zu wechseln, verliert den Anspruch auf die Rücklagen.

Leistungspakete bei der privaten Krankenversicherung

Der Leistungsumfang bei der PKV ist deutlich größer als bei den gesetzlichen Krankenkassen. Versicherungsnehmer können unter anderem die Chefarztbehandlung im Krankenhaus sowie Kostenerstattungen für Sehhilfen, Zahnersatz, homöopathische Heilbehandlungen, physiotherapeutische Maßnahmen und Medikamente im Vertrag verankern lassen. Die meisten Leistungen bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen nicht oder nur teilweise. Zusatzleistungen müssen in diesem Fall über Zusatzversicherungen abgedeckt werden. Beitragssenkungen sind bei der privaten Krankenversicherung möglich, wenn bestimmte Wahlleistungen nicht vertraglich fixiert werden. Wer beispielsweise bei einem Krankenhausaufenthalt kein Einzelzimmer benötigt, kann durch einen Verzicht auf diese Leistung Geld sparen. Die Leistungspakete sind nach Tarifen gestaffelt, wobei der Basistarif in der PKV dem Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen entspricht.

Private Krankenversicherung ohne Selbstbeteiligung

Großen Einfluss auf die Höhe der Beiträge hat die Selbstbeteiligung. Die Versicherungsprämien fallen bei einem Vertrag ohne Selbstbehalt deutlich höher aus, als bei einer privaten Krankenversicherung mit Selbstbeteiligung. Die meisten Krankenkassen lassen den Versicherten frei Wahl bei der Auswahl der Höhe. Freiberufler und Selbstständige, die selten krank sind und die PKV vornehmlich als Risikoschutz betrachten, profitieren mit einer jährlichen Selbstbeteiligung zwischen 300 und 600 Euro von günstigeren Beiträgen. Für Arbeitnehmer lohnt sich die Selbstbeteiligung hingegen kaum. Bei dieser Berufsgruppe beteiligt sich der Arbeitgeber anteilig an den Beiträgen, während der Versicherungsnehmer den Selbstbehalt aus eigener Tasche zahlen muss. Ein Wechsel in einen Tarif mit höherer Selbstbeteiligung ist bei der privaten Krankenversicherung jederzeit möglich. Schwierig wird es, wenn ein Wechsel in einen Tarif mit niedrigerer Selbstbeteiligung angestrebt wird. Unter Umständen wird dann eine erneute Gesundheitsprüfung fällig.

PKV beim Auslandsaufenthalt

Krankenversicherungsschutz ist nicht nur im Inland wichtig. Wer sich im Rahmen einer Urlaubsreise oder aus geschäftlichen Gründen im Ausland aufhält, benötigt ebenfalls Versicherungsschutz. Ob und auf welche Länder sich der Schutz durch die private Krankenkasse erstreckt, erfahren Versicherungsnehmer bei ihrem Anbieter. Häufig gilt der Schutz auch bei einem Auslandsaufenthalt, wenn ein Zeitraum von 30 Tagen nicht überschritten wird. Übernimmt die Kasse keine Leistungen bei einem Auslandsaufenthalt, empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Diese kann nur für den Reisezeitraum oder für ein ganzes Jahr abgeschlossen werden. Die Beiträge halten sich in Grenzen und strapazieren das Haushaltsbudget nicht übermäßig. Bereits für weniger als 20 Euro im Jahr können sich Reisende bei einigen Anbietern gegen Krankheit im Ausland versichern.

Lebensversicherung abschließen

Lebensversicherung – Kapitalbildung und Risikoabsicherung

Die Lebensversicherung gehört in Deutschland zu den populärsten Vorsorgeprodukten. Von den Versicherern werden mit der Kapitallebensversicherung, der Risikolebensversicherung und der fondgebundenen Lebensversicherung verschiedene Formen angeboten, die sich hinsichtlich der strategischen Ausrichtung unterscheiden. Während die Kapitallebensversicherung und die fondgebundene Lebensversicherung vorrangig dem Vermögensaufbau dienen, erfüllt die Risikolebensversicherung eine Funktion als Hinterbliebenenschutz bei einem Ableben des Versicherungsnehmers.

Kapitallebensversicherung – langfristig orientiertes Sparprodukt

Die Kapitallebensversicherung ist die klassische Form der Lebensversicherung. Sie erfüllt eine Doppelfunktion und dient einerseits als langfristig ausgelegtes Sparprodukt und andererseits als Risikoschutz für die Hinterbliebenen, falls der Versicherungsnehmer vor dem Ende der Laufzeit verstirbt. Versicherte zahlen in der Regel für einen Zeitraum von 10-25 Jahren Beiträge ein, die jährlich verzinst werden. Am Ende der Vertragslaufzeit werden die eingezahlten Prämien, die Zinsen und die Überschussbeteiligung im Rahmen einer Einmalzahlung an den Versicherten ausgezahlt. Die Höhe des Zinssatzes wird jährlich neu festgelegt. In der gegenwärtigen Niedrigzinsphase liegt der Garantiezins für die Lebensversicherung gerade noch bei 1,25 Prozent. Die Zinsen für Lebensversicherungen befinden sich seit Jahren im Sinkflug. Auf dem aktuellen Zinsniveau lohnt sich die Investition in das Sparprodukt kaum noch, zumal die Beiträge in den ersten Jahren vorrangig zur Deckung der Abschlussgebühren und Provisionen verwendet werden. Die erwirtschafteten Überschüsse werden der Gesamtsumme hinzugerechnet und erhöhen den Auszahlbetrag.

Kapitallebensversicherung als Risikovorsorge

Neben der Funktion als Sparanlage dient die Kapitallebensversicherung als Risikovorsorge für den Fall, dass der Versicherungsnehmer frühzeitig zu Tode kommt. In diesem Fall hat der Begünstigte Anspruch auf die Auszahlung der Versicherungssumme. Den Begünstigten legt der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss fest. Spätere Änderungen müssen schriftlich erfolgen. Ein Telefonanruf oder eine E-Mail reichen nicht aus. Diese Schutzfunktion der Lebensversicherung deckt das finanzielle Risiko für die Hinterbliebenen ab. Die Beiträge für die Lebensversicherung setzen sich generell aus drei Teilen zusammen. Der größte Anteil entfällt auf den Sparbetrag, der zum Vermögensaufbau dient. Ein deutlich geringerer Anteil entfällt auf die Risikovorsorge. Der dritte Teil wird für Verwaltungskosten und Gebühren verwendet. Diese Kosten werden in den ersten Jahren der Laufzeit einbehalten.

Risikolebensversicherung – Absicherung für die Hinterbliebenen

Im Gegensatz zu einer Kapitallebensversicherung geht es bei der Risikolebensversicherung nicht um den Vermögensaufbau, sondern um eine finanzielle Absicherung der Hinterbliebenen, falls der Versicherungsnehmer stirbt. Im Todesfall zahlt die Versicherung an die Begünstigten die vereinbarte Versicherungssumme in voller Höhe aus. Die Beitragshöhe richtet sich nach dem individuellen Risiko und der Höhe der Versicherungssumme. Versicherungsnehmer mit risikobehafteten Hobbys wie Fallschirmspringen oder Rennauto fahren werden stärker zur Kasse gebeten. Gleiches gilt für Personengruppen mit Vorerkrankungen und für Raucher. Ein entsprechender Fragebogen muss wahrheitsgemäß ausgefüllt werden, da die Versicherung ansonsten die Leistung verweigern kann. Je früher die Risikolebensversicherung abgeschlossen wird, desto niedriger sind die Beiträge.

Fondsgebundene Lebensversicherung

Die fondsgebundene Lebensversicherung besitzt wie die Kapitallebensversicherung eine Doppelfunktion als Sparanlage und Risikoschutz. Der Unterschied liegt in der Verwendung der Beiträge. Bei dieser Lebensversicherung wird ein Teil der eingezahlten Prämie am Aktienmarkt investiert und in Fonds angelegt. Einen Garantiezins gibt es bei diesen Produkten in der Regel nicht. Die Renditechancen sind deutlich höher, als bei der Kapitallebensversicherung, allerdings steigt durch die Form der Anlage auch das Risiko für den Versicherten. Insbesondere, wenn der Auszahlzeitpunkt mit stark sinkenden Börsenkursen zusammenfällt, können Einbußen die Folge sein. Für die Hinterbliebenen herrscht jedoch Sicherheit, da im Todesfall ein feststehender Betrag an die Angehörigen ausgezahlt wird. Falls bis zu diesem Zeitpunkt ein Überschuss erwirtschaftet wurde, kommt auch dieser Anteil zur Auszahlung.

Gesetzliche Krankenversicherung

In Deutschland besteht für alle Bürger eine gesetzlich verankerte Pflicht, eine Krankenversicherung abzuschließen. Unterschieden wird zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Während für einen Wechsel in die PKV bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen, sind die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, jeden Bürger aufzunehmen. Die GKV beruht auf dem Prinzip der Solidargemeinschaft. In der Praxis bedeutet das, dass jeder Versicherte Anspruch auf sämtliche Leistungen hat, unabhängig vom Alter, von der Beitragshöhe und vom Einkommen. Im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung können Familienangehörige bei den gesetzlichen Kassen kostenlos mitversichert werden.

Wer kann der gesetzlichen Krankenversicherung beitreten?

Eine gesetzliche Krankenversicherung müssen alle sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer abschließen, deren Jahreseinkommen unterhalb der Bemessungsgrenze von 56.250 Euro brutto liegt. Ehepartner oder Lebensgefährten mit geringem oder keinem eigenen Einkommen sowie Kinder können kostenfrei mitversichert werden. In diesem Punkt unterscheidet sich die GKV von der privaten Krankenversicherung, wo diese Option nicht zur Verfügung steht. Im Rahmen dieser Familienversicherung genießen alle mitversicherten Personen vollständigen Versicherungsschutz. Für Kinder gilt diese Regelung maximal bis zum 25. Lebensjahr, sofern sich der Nachwuchs bis zu diesem Zeitpunkt in der Ausbildung befindet. Selbstständige und Freiberufler können freiwillig der gesetzlichen Krankenversicherung beitreten oder sich für die PKV entscheiden. Die gesetzlichen Krankenkassen erwarten von ihren Mitgliedern eine gesundheitsbewusste Lebensführung und eine aktive Mitwirkung an der Behandlung von Krankheiten.

Leistungen der GKV

Im Gegensatz zu den privaten Krankenkassen sind die Leistungen bei der GKV weitestgehend gesetzlich geregelt. Der Staat legt unter anderem die Regelleistungen fest, die für alle Anbieter verbindlich sind. Der Fokus liegt dabei auf Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit. Explizit wird im Sozialgesetzbuch darauf hingewiesen, dass die Leistungen ausreichend sein müssen und das erforderliche Maß an Notwendigkeit nicht überschreiten sollen. Neben den Regelleistungen kann  jede gesetzliche Krankenkasse individuelle Zusatzleistungen anbieten, die alle Versicherungsnehmer in Anspruch nehmen können. Das können beispielsweise die Kostenübernahme für Heilbehandlungen und Homöopathie, Zuschüsse zur professionellen Zahnreinigung oder die anteilige Kostenerstattung für Sehhilfen wie Kontaktlinsen sein. Nicht im Leistungskatalog enthalten sind privatärztliche Behandlungen und es besteht in keinem Tarif ein Anspruch auf eine Chefarztbehandlung im Krankenhaus.

Beitragsstruktur bei der gesetzlichen Krankenversicherung

Anders als bei der privaten Krankenversicherung handeln die Versicherten bei der GKV die Beiträge nicht individuell aus. Für die Beitragsermittlung wird das Bruttoeinkommen zugrunde gelegt. Derzeit liegt der Beitragssatz bei 14.6 Prozent vom Bruttoeinkommen. Die Hälfte davon zahlt der Arbeitgeber. Seit 2015 dürfen die gesetzlichen Krankenkassen von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag erheben und zahlreiche Kassen machen von diesen Recht Gebrauch. Rund vier Fünftel aller gesetzlich Versicherten zahlen in der Gegenwart einen Zusatzbeitrag. Die Höhe variiert von Kasse zu Kasse und liegt im Maximum bei rund 1,7 Prozent. Im Gegensatz zum klassischen Beitrag wird der Zusatzbeitrag nicht zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt. Die Arbeitnehmer tragen die volle Last allein. Durch einen Wechsel zu einer anderen gesetzlichen Krankenversicherung können Versicherungsnehmer dieser finanziellen Zusatzbelastung entgehen. Nachteile entstehen den Versicherten durch diesen Schritt nicht.

Krankenversicherung ohne Arbeit

Die gesetzliche Pflicht zum Abschluss eine Krankenversicherung betrifft jeden Bürger, unabhängig von der Höhe des Einkommens. Bei Beziehern des Arbeitslosengeldes II (Hartz IV) übernimmt die Agentur für Arbeit die Zahlung der Beiträge. Wer kein Einkommen erzielt und nicht als Arbeitssuchender gemeldet ist, fällt in die medizinische Grundversorgung. Voraussetzung dafür ist, dass der Krankenkasse dies mitgeteilt wird. Können die Betroffenen aus finanziellen Gründen keine Beiträge zahlen, werden diese gestundet und als Zahlungsrückstand gewertet. Die gesetzlichen Krankenversicherungen unterstellen in diesem Fall ein fiktives Einkommen, das nach Ansicht der Sachbearbeiter theoretisch erzielt werden könnte. Auf Grundlage dieser Schätzung erfolgt die Ermittlung der Beitragshöhe. Siehe auch Krankenversicherung ohne Arbeit.