Krankenversicherung Türkei

Europäische Versicherungskarte reicht nicht

Zwischen Deutschland und der Türkei gibt es zwar ein Sozialversicherungsabkommen, allerdings ist ein Arztbesuch während einer Reise in das Land an einige Bedingungen geknüpft. Um in den Genuss einer kostenlosen Notfallversorgung während des Türkei-Urlaubs zu kommen, benötigen gesetzlich Versicherte einen Auslandskrankenschein, wie er für Nicht-EU-Länder üblich ist. Die europäische Krankenversicherungskarte reicht im Krankheitsfall nicht für eine ärztliche Behandlung vor Ort aus, wie die TK, die IKK und die DAK betonen. Diesen Krankenschein erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse und die Zusendung erfolgt nach einem Anruf auf dem Postweg. Mit diesem Formular müssen Sie bei einer Zweigniederlassung der türkischen Sozialversicherungsanstalt vorstellig werden und sich registrieren lassen. Erst nach Abschluss dieses Vorgangs können die Leistungen einer Klinik oder eines niedergelassenen Arztes in Anspruch genommen werden.

Krankenversicherung Türkei für Studenten

krankenversicherung turkeiStudenten, die ein oder mehrere Semester an einer türkischen Universität studieren, müssen bei der Immatrikulation einen Nachweis über eine gültige Krankenversicherung erbringen. Auch in diesem Fall genügt das Vorlegen der europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) nicht. Da mit dem Auslandskrankenschein lediglich eine kostenlose Notfallbehandlung abgedeckt wird, empfiehlt sich dringend der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung für die Dauer des Studiums. Mit dieser Police können privatärztliche Leistungen in der Türkei in Anspruch genommen werden. Die Gesundheitsversorgung in privaten Einrichtungen besitzt einen deutlich höheren Standard als in öffentlichen Einrichtungen. Darüber hinaus ist in einer Auslandskrankenversicherung der Krankenrücktransport nach Deutschland eingeschlossen. Bei einem Stipendium ist der Versicherungsschutz hingegen meist im Paketpreis enthalten.

Krankenversicherung in der Türkei für Rentner

Wer eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezieht, ist generell in der KVdR, der Krankenversicherung für Rentner, pflichtversichert. Zahlreiche Rentner entscheiden sich nach dem Erreichen des Rentenalters, den Lebensabend im mediterranen Klima an der türkischen Riviera oder an der türkischen Ägäis zu verbringen. Wird der Wohnort in die Türkei verlegt, bleibt die Pflichtmitgliedschaft in der KVdR bestehen. Voraussetzung ist, dass ausschließlich eine deutsche Rente bezogen wird und eine eventuell ausgeübte Tätigkeit in der Türkei von der Krankenversicherungspflicht im Land befreit ist. Für die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen benötigen Rentner einen Anspruchsausweis, der bei der Gesundheitseinrichtung vorgelegt werden muss.

Auslandskrankenversicherung für den Türkei-Urlaub

Türkei-Urlauber sollten vor der Reise in das Land am Bosporus nicht aus Kostengründen auf den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung verzichten. Mit dem Auslandskrankenschein ist lediglich eine Notfallbehandlung in einer öffentlichen Gesundheitseinrichtung während des Urlaubs abgedeckt. Eine privatärztliche Behandlung, kostspielige Medikamente und ein eventuell fälliger Krankenrücktransport in das Heimatland sind nicht eingeschlossen. Eine Auslandskrankenversicherung kann man bei den meisten Krankenkassen telefonisch oder online abschließen. Dabei ist es lediglich erforderlich, einige Formulare auszufüllen und das Dokument anschließend per Mausklick zur Bearbeitung an die Krankenkasse zu schicken. Die Kosten halten sich im Rahmen und liegen für eine dreiwöchige Urlaubsreise in der Regel bei weniger als 20 Euro pro Person.

Hausratversicherung: Was ist versichert?

Im Haushalt lauern zahlreiche Gefahren, die das Inventar gefährden und einen finanziellen Verlust zur Folge haben können. Vernichtet ein Wohnungsbrand die Inneneinrichtung oder wird die Wohnung durch einen Leitungsrohrbruch unbewohnbar, kommt zu dem Verlust lieb gewonnener Erinnerungsstücke zusätzlich der materielle Schaden. Die Hausratversicherung übernimmt in diesem Fall die Schadensregulierung und ersetzt den finanziellen Verlust, der durch Feuer, Leitungswasser, Hagelschlag oder Einbruchdiebstahl entstanden ist.

Versicherte Gefahren in der Hausratversicherung

Die Hausratversicherung bietet als Sachversicherung Schutz bei bestimmten Gefahren. Dazu gehören Schäden, die durch ein Feuer, durch einen Leitungsrohrbruch, Naturphänomene wie Hagel und Sturm, durch einen Einbruchdiebstahl und durch Vandalismus verursacht werden. Der Schutz gegen Feuer schließt einen Wohnungsbrand, eine Ex- oder Implosion und den Absturz eines Flugzeugs ein. Eine Ausnahme bilden Schäden, die auf einen Blitzschlag zurückzuführen sind. Grundsätzlich sind bei diesem Ereignis nur Gegenstände versichert, die direkt und unmittelbar vom Blitz getroffen werden. Der Schutz gegen Überspannungsschäden muss bei den meisten Versicherungsgesellschaften separat abgeschlossen werden. Bei einem Einbruchdiebstahl sind alle Gegenstände versichert, die bei einem gewaltsamen Eindringen durch Straftäter in die Wohnung oder das Eigenheim entwendet werden.

Versicherte Gegenstände in der Hausratversicherung

In der Hausratversicherung sind alle Gegenstände versichert, die nicht fest und unverrückbar mit dem Haus oder der Wohnung verbunden sind. Dazu gehören sämtliche Möbel, Bilder, Dekoartikel, Teppiche usw. Daneben sind auch Gebrauchsgüter wie Kleidung, elektronische Geräte, Besteck und sonstiges Inventar im Versicherungsschutz eingeschlossen. Darüber hinaus erstreckt sich der Versicherungsschutz auch auf Wertgegenstände wie Edelsteine, Schmuck, Münzen oder Pelze. Eine Besonderheit stellt die Einbauküche dar, da es sich bei diesem Mobiliar in der Regel um einen starr mit der Wohnung verbundenen Einrichtungsgegenstand handelt. Hier wird zwischen einer selbst eingebauten Küche in der Mietwohnung und einer Einbauküche im selbst genutzten Eigenheim unterschieden. In einer Mietwohnung wird die individuell angefertigte Küche in der Hausratversicherung versichert, während in einem selbst genutzten Einfamilienhaus die Einbauküche über die Wohngebäudeversicherung abgesichert ist. Das Gleiche gilt für eine fest installierte Sauna in einer selbst genutzten Immobilie.

Zusätzlicher Schutz für Gartenmöbel

Wer einen eigenen Garten besitzt, sollte beim Abschluss einer Hausratversicherung darauf achten, dass das Mobiliar für den Außenbereich im Versicherungsschutz eingeschlossen ist. Grundsätzlich erstreckt sich der Schutz einer Hausratversicherung nur auf Gegenstände, die sich innerhalb von Gebäuden befinden. Wird auf den zusätzlichen Versicherungsschutz für das Gartenmobiliar verzichtet, werden wertvolle Teakmöbel nicht ersetzt, wenn sie bei einem Sturm oder Gewitter mit Hagelschlag einen irreparablen Schaden nehmen. Auch wenn die kostbaren Gartenmöbel von der Terrasse gestohlen werden, kommen die Versicherer häufig nicht für den Schaden auf. Aus diesem Grund sollten diese Klauseln im Versicherungsvertrag aufgenommen und bestehende Verträge gegebenenfalls angepasst werden.

Übernahme der Folgekosten

Die Hausratversicherung ersetzt nicht nur den finanziellen Verlust bei bestimmten Ereignissen, sondern übernimmt auch die Folgekosten, die aus einem Brand, einem Wasserrohrbruch oder einem Einbruchdiebstahl resultieren. Dazu gehören unter anderem Übernachtungskosten im Hotel, wenn die Wohnung unbewohnbar ist und Aufräumkosten für den Abtransport und die Entsorgung versicherter Gegenstände. Sollten keine Sachen mehr in der Wohnung gelagert oder aufbewahrt werden können, übernimmt die Hausratversicherung auch die Kosten für den Transport und die Einlagerung.

Sonderfall Fahrraddiebstahl

Eine Sonderregelung bei der Hauratversicherung betrifft den Diebstahl des Fahrrades. Solange sich das Zweirad in einem abgeschlossenen Fahrradraum, im Keller oder in der Wohnung befindet, ist es im Falle eines Diebstahls als bewegliches Inventar im Versicherungsschutz eingeschlossen. Wird das Fahrrad jedoch auf der Straße gestohlen, zahlt die Hausratversicherung in der Regel nicht. Besonders bei Fahrrädern, die kostspielig in der Anschaffung waren und einen hohen Wert besitzen, sollte auf die Aufnahme einer Fahrradklausel im Versicherungsvertrag geachtet werden. Grundvoraussetzung für das Ersetzen des materiellen Schadens bei einem Fahrraddiebstahl ist, dass das Gefährt mit einem abschließbaren Schloss gesichert sein muss.

Versicherungsmakler werden

Ein Versicherungsmakler bildet die Schnittstelle zwischen Versicherungswirtschaft und Kunden. Sein Aufgabengebiet schließt die Beratung von Bestandskunden und Interessenten, das Erstellen von Angeboten, den Abschluss von Verträgen und die umfassende Betreuung der Klientel ein. Für die Tätigkeit als Versicherungsmakler sprechen die Vielseitigkeit dieser Dienstleistung und der abwechslungsreiche Arbeitsalltag. An jedem Tag warten neue Herausforderungen auf den Makler. Flexibilität und Kommunikationsstärke gehören zu den wichtigsten Eigenschaften in diesem Job. Um als Versicherungsmakler erfolgreich zu sein, ist ein fundiertes Fachwissen Grundvoraussetzung. Dieses wird in der Ausbildung vermittelt und bildet die Grundlage für eine fachkundige Beratung der Kunden.

Versicherungsmakler werden: Ausbildung

Für eine Ausbildung zum Versicherungsmakler stehen interessierten Personen mehrere Wege zur Auswahl. Neben einer dualen Ausbildung zum Versicherungskaufmann besteht die Möglichkeit, ein Studium im Bereich Versicherungswesen an einer Fachhochschule abzuschließen. Das Vollzeitstudium erstreckt sich meist über einen Zeitraum von drei Jahren und endet mit dem Titel eines Bachelors nach erfolgreichem Abschluss. Der empfohlene Schulabschluss für die Aufnahme einer Versicherungsmakler Ausbildung ist ein erfolgreich bestandenes Fachabitur. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum Fachwirt für Versicherungswesen zu absolvieren. Diese Ausbildung erfolgt neben dem eigentlichen Job und stellt erhöhte Anforderungen an die Auszubildenden. Die Weiterbildung endet mit einer Sachkundeprüfung vor einem Bewertungsgremium an der IHK. Voraussetzung für eine Zulassung zur Prüfung ist einschlägige Berufserfahrung in einem entsprechenden Tätigkeitsfeld.

Versicherungsmakler Software: Professionelle Lernunterstützung

Eine professionelle Unterstützung bei der Ausbildung zum Versicherungsmakler ist eine spezielle Software, die sich inhaltlich mit verschiedenen Themenbereichen befasst. Die Lernsoftware bereitet die Auszubildenden zielgerichtet auf die Sachkundeprüfung bei der IHK vor und bietet wertvolle Hilfe bei themenbezogenen Sachfragen. Eine professionelle Versicherungsmakler Software simuliert die Bedingungen einer schriftlichen Prüfung und hält mehr als 1.000 relevante Prüfungsfragen bereit. Zum Abschluss der simulierten Prüfung erhalten die Lehrgangsteilnehmer eine Auswertung des Testes. Zusätzlich beinhaltet die Versicherungsmakler Software Lehrmaterial zur Kundenberatung, zur Schadensbearbeitung und zum Vertragsabschluss. Behandelt werden sämtliche Inhalte, die zu einer Kfz Versicherung, einer Hausratversicherung oder einer Krankenversicherung gehören.

Karriere als Versicherungsmakler mit fundierter Ausbildung

Versicherungsmakler ist ein zukunftsorientierter Beruf im Dienstleistungssektor, der von einem abwechslungsreichen Tätigkeitsfeld geprägt ist. Eine fundierte Ausbildung öffnet Perspektiven in der beruflichen Weiterentwicklung und ermöglicht einen weiteren Schritt auf der Karriereleiter. Im Zentrum steht die Beratertätigkeit. Versicherungsmakler setzen sich mit den Bedürfnissen der Kunden auseinander und stricken maßgeschneiderte Angebote, die sich an der individuellen Lebenssituation der Interessenten orientieren. Da die Beratungen häufig vor Ort beim Kunden stattfinden, sind flexible Arbeitszeiten an der Tagesordnung. Ein normaler Arbeitstag endet in der Regel nicht um 17 Uhr, sondern orientiert sich am Zeitfenster, das den Kunden zur Verfügung steht. Ein eloquentes Auftreten, Argumentationsstärke und umfassendes Fachwissen sind ebenso erforderlich wie Einfühlungsvermögen und Gewissenhaftigkeit, denn der Erfolg eines Versicherungsmaklers steht und fällt mit dem Vertrauensverhältnis, das zu den Kunden aufgebaut wird.

Wasserschaden: Gebäudeversicherung für Immobilienbesitzer

Die Gebäudeversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen für Immobilienbesitzer und für Eigentümer eines selbst genutzten Eigenheims. Sie schützt vor Schäden, die am Haus durch einen Brand, eine geplatzte Wasserleitung oder Naturphänomene wie Hagel und Sturm verursacht werden. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf alle fest mit der Immobilie verbundenen Teile und schließt zusätzliche Nebengebäude auf dem Grundstück wie eine Garage ein. Voraussetzung dafür ist, dass sämtliche Gebäude und Nebengebäude im Versicherungsvertrag aufgeführt werden.

Wasserschaden und die Gebäudeversicherung zahlt nicht

Stürme verursachen laut Statistik den größten Schäden an Gebäuden. Erreicht ein Sturm mindestens die Windstärke 8, werden die Kosten für abgedeckte Dächer und Schäden am Haus durch die Versicherung ersetzt. Auch Schäden am Geräteschuppen und an der Garage sind im Versicherungsschutz eingeschlossen. Anders verhält es sich bei einem Wasserschaden, der während eines Starkregens durch eine Überflutung der Kanalisation und dem damit verbundenen Rückstau verursacht wurde. Wird in diesem Fall der Keller überflutet, zahlt die Wohngebäudeversicherung nicht, wenn kein zusätzlicher Schutz gegen Elementarschäden vereinbart wurde. Ähnlich verhält es sich mit Wasserschäden am Haus, die auf Überschwemmungen durch ein Hochwasser zurückzuführen sind. Auch in diesem Fall zahlt die Gebäudeversicherung nur, wenn die Immobilie gegen Elementarschäden versichert wurde.

Schutz der Inneneinrichtung über die Hausratversicherung

Die Gebäudeversicherung kommt nur für Schäden auf, die an fest mit dem Haus verbundenen Teilen entstehen. Dazu gehören beispielsweise die Einbauküche, die fest installierte Sauna und Kamine. Schäden an Möbeln und Teppichen werden über die Hausratversicherung ersetzt. Bei dieser Versicherung sind in der Regel allerdings keine Gegenstände eingeschlossen, die sich außerhalb des Hauses befinden. Die Kosten für Kinderspielzeug auf dem Rasen, Teakmöbel auf der Terrasse oder einen beschädigten Rasenmäher werden nicht von der Hausratversicherung ersetzt. Werden durch herunterfallende Dachziegel Pkws beschädigt, kommt für den Schaden die Kfz Versicherung auf. Der Grundstückseigentümer ist nur zur Zahlung von Schadensersatz verpflichtet, wenn eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht vorliegt, das heißt, wenn die Dachziegel nicht vorschriftsmäßig verlegt wurden oder ein umgestürzter Baum ohnehin morsch war und gefällt werden sollte.

Keine Kürzung der Versicherungssumme bei Eigenleistung

Bringt der Besitzer einer Immobilie beim Wiederaufbau des zerstörten Wohneigentums seine eigene Arbeitskraft ein, ist die Versicherung nicht berechtigt, die Leistungen zu kürzen. Diese Entscheidung traf der Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil im Jahr 2011. In der Begründung heißt es, dass der Versicherer keinen Vorteil aus der Tatsache ziehen darf, dass der Hauseigentümer durch Eigenleistungen zur Kostenminderung beim Wiederaufbau beiträgt. Das Urteil bezog sich auf eine durch ein Feuer zerstörte Immobilie, von der die Gebäudeversicherung lediglich den Zeitwert ersetzte. Keine Berücksichtigung bei der Zahlung fand die sogenannte Neuwertspitze, die der Policeninhaber erhält, wenn die zerstörte Immobilie innerhalb von drei Jahren wieder aufgebaut wird. Diese Klausel muss bei der Wohngebäudeversicherung vertraglich vereinbart sein, um sich auf das BGH-Urteil berufen zu können.

Bauherrenhaftpflichtversicherung

Die niedrigen Zinsen für Baukredite nutzen derzeit viele Menschen, um sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Ist das Baudarlehen bewilligt, dauert es meist nicht lange, bis eine Baufirma mit der Errichtung der Immobilie beauftragt wird. Nicht selten ziehen sich die Bauarbeiten über mehrere Monate hin. Die Sicherung der Baustelle ist in diesem Zeitraum enorm wichtig, denn das Unfallrisiko ist während der Bauphase besonders hoch. Die Verkehrssicherungspflicht für die Baustelle hat der Bauherr. Er trägt die Verantwortung, wenn beispielsweise durch ein umstürzendes Baugerüst Autos beschädigt werden oder Personen zu Schaden kommen. Aus diesem Grund ist der Abschluss einer Bauherrenhaftpflichtversicherung dringend geboten.

Bauherrenhaftpflichtversicherung: Definition

Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung ist per Definition eine Versicherung, die den Bauherren gegen gesetzliche Haftungsansprüche schützt, die aufgrund der Nichteinhaltung der Verkehrssicherungspflichten entstanden sind. Eine Verletzung dieser Vorschriften bezieht sich beispielsweise auf eine mangelnde Beschilderung der Baustelle oder eine unzureichende Beleuchtung. Kommen Personen oder Gegenstände dadurch zu Schaden, haftet der Bauherr mit seinem Privatvermögen, sofern keine Bauherrenhaftpflichtversicherung vorhanden ist. In der Praxis werden die Verkehrssicherungspflichten in der Regel an das Bauunternehmen übertragen. Das entbindet den Bauherren jedoch nicht von seiner Pflicht, die Einhaltung der Vorschriften zu überwachen. Alternativ kann der Bauherr einen Architekten mit der Überwachung der Einhaltung beauftragen, wenn er diese Aufgabe nicht selbst übernehmen kann oder möchte.

Bauherrenhaftpflichtversicherung vor Baubeginn abschließen

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung wird für den Zeitraum der Bauphase abgeschlossen. Meist handelt es sich um einen Zeitraum von zwei Jahren, in Einzelfällen kann die Phase auf bis zu fünf Jahre ausgedehnt werden. Damit der Versicherungsschutz vom ersten Tag an wirksam ist, muss die Bauherrenhaftpflichtversicherung bereits vor dem ersten Spatenstich abgeschlossen werden. Sind sämtliche Bauvorhaben abgeschlossen und das Eigenheim ist bezugsfertig, erlischt die Versicherung. Grundsätzlich wird die Versicherungsprämie in einem Einmalbetrag gezahlt. Die Höhe der Prämie richtet sich in der Regel nach der veranschlagten Bausumme für das Projekt. Wichtig ist die Deckungssumme der Bauherrenhaftpflichtversicherung, denn bei einem Personenschaden können sich die Schadensersatzansprüche der Geschädigten schnell zu Beträgen im siebenstelligen Bereich summieren. Eine Versicherungssumme in einer Höhe von drei Millionen Euro gilt als untere Grenze.

Leistungsumfang der Bauherrenhaftpflichtversicherung

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung übernimmt die finanzielle Regelung aller berechtigten Forderungen, die sich aus der Verletzung der Verkehrssicherungspflicht ergeben. Darüber hinaus wehrt die Versicherung unberechtigte Forderungen ab und übernimmt auf diese Weise die Funktion einer Rechtsschutzversicherung. Gelangen die Sachverständigen der Versicherung zu dem Schluss, dass gestellte Schadensersatzansprüche nicht berechtigt sind, wird eine Kostenübernahme abgelehnt. Die Kosten für eine eventuell anstehende gerichtliche Auseinandersetzung trägt die Bauherrenhaftpflichtversicherung unabhängig vom Ausgang des Verfahrens. Einfluss auf die Höhe der Versicherungsprämie haben neben der Bausumme die kalkulierten Eigenleistungen. Ein umfangreicher Vergleich sollte auf jeden Fall vor einer vorschnellen Vertragsunterzeichnung erfolgen, denn Versicherungsprämien und Leistungen einzelner Anbieter unterscheiden sich zum Teil deutlich voneinander.

Bauherrenhaftpflichtversicherung: Steuerlich absetzbar?

Zahlreiche Haushalte wissen, dass die Beiträge zur privaten Haftpflichtversicherung steuerlich absetzbar sind und reichen eine Kopie der Police alljährlich als Anhang zur Einkommenssteuererklärung an das Finanzamt ein. Wer sich entschließt ein Eigenheim zu bauen und dafür eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließt, fragt sich natürlich, ob diese Versicherung ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden kann. Die Antwort auf diese Frage kann mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden. Da es sich bei dieser Versicherung um einen Vorsorgeschutz handelt, ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung wie alle anderen Haftpflichtversicherungen steuerlich absetzbar. Anders verhält es sich mit der Wohngebäudeversicherung, die zu den wichtigsten Versicherungen für Immobilienbesitzer gehört. Wer für sein selbst genutztes Wohneigentum eine Wohngebäudeversicherung abschließt, hat keine Möglichkeit, die Beiträge steuerlich abzusetzen. Lediglich bei einer gewerblichen Nutzung der Immobilie bestehen bestimmte Ausnahmeregelungen.

Krankenversicherung ohne Einkommen

In Deutschland besteht eine generelle Pflicht zum Abschluss einer Krankenversicherung. Angestellte bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze müssen sich gesetzlich versichern.

Wer staatliche Unterstützung in Form von Arbeitslosengeld I oder Hartz 4 bezieht, erhält die Beiträge vom Arbeitsamt gezahlt.

Freiberufler und Selbstständige müssen sich privat versichern, wenn das Einkommen 450 Euro im Monat überschreitet. Bei niedrigerem Einkommen können sie sich über die Familienversicherung absichern, sofern sie verheiratet sind. Diese Berufsgruppen können sich auch freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichern, wobei die Krankenkassen von einem hohen monatlichen Grundeinkommen ausgehen und die Beiträge entsprechend hoch sind. Zur exakten Ermittlung der Beiträge muss ein Nachweis über das erzielte Einkommen erbracht werden.

Private Krankenversicherung für Studenten ohne Einkommen

krankenversicherungWenn man sich als Student voll aufs Studium konzentrieren will gibt es in vielen Fällen kein Einkommen. Eine private Krankenversicherung kann dann für jüngere Leute eine gute Möglichkeit sein um sich billiger abzusichern als mit einer gesetzliche Krankenkasse. Bei CHECK24 gibt es einen praktischen PKV Vergleichsrechner für Studenten.

Mehr Informationen in unserem Artikel Krankenversicherung für Studenten.

Gesetzliche Krankenversicherung ohne Einkommen

Personen, die über kein Einkommen verfügen, keine staatlichen Leistungen beziehen und nicht über die Familienversicherung sozial abgesichert sind, haben ebenfalls die Möglichkeit, Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse zu werden. Voraussetzung ist, dass bereits eine Mitgliedschaft vorlag und diese nicht länger als drei Monate zurückliegt. Auch Personen ohne Einkommen müssen selbstverständlich Versicherungsbeiträge zahlen. Kann kein Einkommen nachgewiesen werden, unterstellen die Krankenkassen ein fiktives Einkommen, das als Basis für die Beitragsermittlung dient. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Beiträge aus dem vorhandenen Vermögen gezahlt werden.

Freiwillige Krankenversicherung ohne Einkommen

Zur Gewährleistung des Versicherungsschutzes ist es zwingend erforderlich, dass die monatlichen Beiträge an die freiwillige Krankenversicherung abgeführt werden. Können die Beiträge nicht aus dem vorhandenen Vermögen gezahlt werden und steht kein Einkommen zur Verfügung besteht eine Mitteilungspflicht an die Krankenkasse. Nicht gezahlte Versicherungsbeiträge werden als Zahlungsrückstand gewertet und im Ernstfall kann die Krankenkasse Leistungen verweigern. Wer nicht in der Lage ist, den monatlichen Beitrag aufzubringen, sollte sich mit dem Arbeitsamt in Verbindung setzen und staatliche Leistungen in Form von ALG II beantragen. In diesem Fall übernimmt das Arbeitsamt die Kosten für die freiwillige Krankenkasse.

Leistungen der Krankenversicherung

Krankenkasse abschließenWer ohne Einkommen freiwillig krankenversichert ist, hat Anspruch auf die Regelleistungen, wie sie allen Pflichtversicherten zustehen. Allerdings haben Personen ohne Einkommen, die lediglich mit einem Mindesteinkommen versichert sind, keinen Anspruch auf Krankengeld. Im Leistungsumfang enthalten sind Arztbesuche und Behandlungstermine, die von der gesetzlichen Krankenversicherung (Wikipedia) zu 100 Prozent übernommen werden. Versicherte müssen bis auf den Verzicht auf das Krankengeld keine Einschränkungen bezüglich des Leistungsumfanges in Kauf nehmen. Voraussetzung dafür ist allerdings die regelmäßige Zahlung des monatlichen Versicherungsbeitrages.

Mindestbeitrag Krankenversicherung ohne Einkommen

Das fiktive Mindesteinkommen, das die Krankenkassen bei Personen ohne Einkommen als Berechnungsgrundlage annehmen, wird alljährlich angepasst und liegt derzeit bei 921,67 Euro. Da bei den gesetzlichen Krankenkassen, anders als bei den privaten Versicherern, das Einkommen als Bewertungsgrundlage dient, ergibt sich daraus ein monatlicher Mindestbeitrag in Höhe von 137,33 Euro. Hinzu kommt der Beitrag für die Pflegeversicherung in Höhe von 18,89 Euro. Für Kinderlose ab einem Alter von 23 Jahren erhöht sich der Beitrag zur Pflegeversicherung auf 21,20 Euro. Leistungseinschränkungen fallen für die Versicherten bis auf den Wegfall des Krankengeldes nicht an.

Alternative Möglichkeit: Abmelden und Auswandern

Im Verglich zu andere EU Länder ist die Krankenversicherung in Deutschland relativ teuer. Zum Beispiel in Holland zahlt man üblicherweise nicht viel mehr als 100 Euro im Monat. Und wenn man gar kein Einkommen hat bekommt man die Krankenversicherung ganz erstattet. In Frankreich und England ist die Basiskrankenversicherung ganz umsonst. Also auswandern ist sicherlich eine interessante Möglichkeit.

So bald man sich abgemeldet hat gibt es keine Versicherungspflicht mehr in Deutschland. Um sich für Krankheiten und Unfälle zu schützen kann man dann eine private Krankenreiseversicherung abschließen. In der Regel kostet diese wesentlich weniger als 100 Euro im Monat. Für junge gesunde Leute etwa €50 oder €60.